Christine Busch ist die neue Vorsitzende der AGDF

AGDF

(30.09.2017) Christine Busch aus Düsseldorf ist die neue Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Sie wurde auf einer Mitgliederversammlung in Naunhof bei Leipzig einstimmig gewählt und ist damit Nachfolgerin von Horst Scheffler (Mainz-Zornheim), der zehn Jahre lang an der Spitze der AGDF stand.

„Es bleibt die größte Herausforderung für die AGDF, auch weiterhin das Friedenszeugnis des Friedensstifters Jesus Christus und seine radikale Gewaltlosigkeit weiter zu bezeugen“, meinte die neue Vorsitzende. Daran müsse sich die Arbeit des evangelischen Friedensverbandes stets erinnern und auch messen lassen, betonte sie in Naunhof. Es sei eine bleibende Aufgabe der AGDF, „selbstbewusst und eigenständig zu agieren an der Schnittstelle von Gesellschaft und Kirche“, so Christine Busch. So warnte die neue AGDF-Vorsitzende auch vor Bestrebungen einer wachsenden Militarisierung Europa. „Europa als Friedensprojekt darf nicht in Frage gestellt werden“, machte sie deutlich. 

Christine Busch war bis zu ihrem Ruhestand in diesem Jahr Ökumene-Dezernentin im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland, wo sie auch für die rheinische Friedensarbeit zuständig war. Als Pfarrerin in Berlin ordiniert war sie zunächst Studienleiterin am Evangelischen Bildungswerk in Berlin, anschließend Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Deutschland an. Sie gehört seit 2013 dem Vorstand der Konferenz Europäischer Kirchen an. „Der Konziliare Prozess war der rote Faden meines Lebens. Und ich halte die Bergpredigt für sehr politikfähig“, meinte sie in Naundorf.

Verabschiedet wurde in Naunhof auf der Mitgliederversammlung Horst Scheffler, der bereits im vergangenen Jahr seinen Rückzug aus dem Vorstand angekündigt hatte. „Horst Scheffler hat zehn Jahre lang die Arbeit der AGDF inhaltlich stark geprägt, ihm lag die Gewaltfreiheit und die kulturelle Begegnung am Herzen“, meinte Christof Starke (Halle), der stellvertretende Vorsitzende der AGDF. In seine Zeit seien auch zahlreiche strukturelle Veränderungen in der evangelischen Friedensarbeit im Raum der EKD gefallen. „Seine Arbeit war gekennzeichnet von Offenheit und Teamarbeit“, so Starke.

„Ich habe diese Arbeit sehr gern gemacht“, bekannte Horst Scheffler zum Abschied. Und er dankte den Mitgliedern des evangelischen Friedensverbandes für das gute, faire und konstruktive Miteinander in all den Jahren. Oberkirchenrat Dr. Roger Mielke vom Kirchenamt der EKD: „Horst Scheffler war ein Glücksfall für die Friedensarbeit.“

Lob für die Arbeit der AGDF gab es von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. „Die Kirche ist angewiesen auf Initiativen als Stachel im Fleisch“, betonte Oberlandeskirchenrat Peter Mies. Und er fügte hinzu: „Ich bin dankbar für einen solchen Dachverband wie die AGDF, um die vielen Initiativen der Friedensarbeit zu bündeln und zu fördern.“

Die AGDF mit Sitz in Bonn, die im nächsten Jahr 50 Jahre alt wird, ist ein Zusammenschluss von 32 Organisationen und Institutionen, die alle mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Arbeitsprogrammen im In- und Ausland Friedensarbeit leisten.
(Dieter Junker)