Aktuelles

Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) fordert einen Stopp aller „Waffenlieferungen  und  Rüstungsexporte  nach  Saudi-Arabien. „Die Menschenrechtspraxis des Landes ist abgründig,  die  Rolle  in  der  Region  nicht  gerade  stabilisierend. Die Beziehung zu den Salafisten und ihren Organisationen wirft viele Fragen auf. Die Vorstellung, dass deutsche Waffen über Saudi-Arabien an Salafisten  und  terroristische  Gruppen  in  Nordafrika,  Nigeria  und  Mali  gelangen  könnten,  finde  ich  schlichtweg empörend“, sagte Prälat Karl Jüsten, katholischer Vorsitzender der GKKE, bei der Vorstellung des GKKE-Rüstungsexportberichtes  2015. Auch wenn es  sich bei der jüngsten Ausfuhrgenehmigung von Patrouillenbooten nach Saudi-Arabien um die Umsetzung einer Entscheidung der Vorgängerregierung handle, sei dies nicht  akzeptabel:  Ein Widerruf dieser  Entscheidung sei möglich, wenn der politische Wille stark genug sei, betonte Jüsten.

Die EAK wurde 1956, also vor 60 Jahren, als "Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer" gegründet. Damit wurde auf die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland und die damit verbundene Unterstützung der Kriegsdienstverweigerer reagiert. Dieses Jubiläum will die EAK in Bonn feiern.

Die Jubiläumsfeier beginnt am 08.Juni 2016 abends mit einer Führung "KDV im Stadtbild Bonn" und einem Kinoprogramm. Am 09.Juni 2016 ist auf der Hofgartenwiese der offizielle Festakt, abends ist erneut Führung und Kinoprogramm. Am 10.Juni 2016 ist dann vormittags die Jubiläums-Mitgliederversammlung der EAK.

Weitere Informationen zum Jubiläumsprogramm folgen in Kürze.

Die EAK sucht ein/e Praktikanten/in für den Bereich der Öffentlichkeits- und Projektarbeit ab Mai 2016.
Mehr dazu unter: 
www.eak-online.de/praktikum

Die evangelischen Friedensverbände Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) kritisieren den Einsatz der Bundeswehr in Syrien und befürchten dadurch eine Ausweitung der Gewalt. Stattdessen fordern AGDF und EAK politische Verhandlungen und ein verstärktes zivilgesellschaftliches Engagement, heißt es in einem gemeinsamen Vorstandsbeschluss beider Verbände.

In Europa werden nach wie vor Kriegsdienstverweigerer diskriminiert und deren Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen missachtet. Dies betonte der Vorsitzende des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung (EBCO), Friedhelm Schneider aus Speyer, bei der Vorlage des EBCO-Jahresberichtes „Kriegsdienstverweigerung in Europa 2015“. „Während in früheren Jahren teils signifikante Fortschritte bei der Anerkennung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung zu verzeichnen waren, war 2015 für Kriegsdienstverweigerer in Europa kein gutes Jahr“, bilanziert Friedhelm Schneider die aktuelle Situation.

Ratzeburg 18.02.2016

Vom 18. bis 20.Februar 2016 veranstaltet das Norddeutsche Netzwerk Friedenspädagogik eine Fachtagung mit dem Titel "Friedenslogisch denken und handeln - Zivile Konfliktbearbeitung als Leitbild" in Ratzeburg/ Bäk, Schleswig-Holstein.

Die Kooperation für den Frieden, ein Zusammenschluss von Friedensorganisationen und -initiativen, fordert die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, sich gegen die Entsendung deutscher Tornado-Flugzeuge und der Marine nach Syrien zu stellen.
Mehr dazu unter: 
www.koop-frieden.de

Hessen-Nassaus Kirchensynode hat sich deutlich gegen einen neuen Militäreinsatz gewandt. 
Die Resolution mit dem Titel „Der Frieden kann nicht mit Waffen gewonnen werden“ können sie nachlesen unter: www.ekhn.de

Das Forum Ziviler Friedensdienst hat einen Artikel zum Thema Ziviles Peacekeeping verfasst.
Nachzulesen unter: www.forumzfd.de

Evangelische Akademie Tutzing 26.01.2016
Studientag der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD

„Friedenslogik“ und „Sicherheitslogik“ stehen einander als unterschiedliche Paradigmen mit unterschiedlichen normativen Grundannahmen gegenüber. Evangelische Friedensethik geht einerseits „friedenslogisch“ von der „vorrangigen Option der Gewaltlosigkeit“ aus, erkennt aber andererseits auch die „sicherheitslogische“ Perspektive an und sucht die analytischen und konstruktiven Potentiale beider Paradigmen auf dem Weg zu einem inklusiven und gerechten Frieden zu entfalten.

Der Studientag möchte diese Potentiale herausarbeiten und prüfen, welche Ressourcen christliche Friedensspiritualität, Friedenstheologie und Friedensethik in die Suche nach einer dauerhaften Friedensordnung des „gemeinsamen Hauses Europa“ einbringen kann. Der Studientag ist von der Überzeugung getragen, dass das christliche Friedenszeugnis zum einen die besondere und unverwechselbare lebendige Stimme des Evangeliums zur Geltung bringt, andererseits aber auch Orientierungswissen bereit stellt für sachhaltige Analysen und anschlussfähige politische Strategien in lokalen, regionalen und globalen Handlungskontexten.

Mehr dazu unter: www.evangelische-friedensarbeit.de.

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