Evangelische Friedensarbeit trauert um Michael Held

Evangelische Friedensarbeit

(08.08.2017) Die evangelische Friedensarbeit trauert um den Mitbegründer und langjährigen Sprecher des Ökumenischen Netzes in Deutschland, Michael Held aus Bad Hersfeld. „Das ist ein großer Verlust für die Friedensarbeit. Michael Held hat sich über Jahrzehnte hinweg für eine friedliche und gewaltfreie Welt eingesetzt und sich in vielen Gruppen, Verbänden und Organisationen für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung engagiert“, so Renke Brahms, der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Der gebürtige Dresdner Michael Held war bereits kurz nach seinem Studium in Frankfurt/Main und Berlin ab 1974 am Ausbau der Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienste in der Evangelisch Kirche von Kurhessen-Waldeck beteiligt. Seit 1982 war er in der Geschäftsführung des Pädagogisch-Therapeutischen Wohngruppen gGmbH im heimischen Kreis tätig, er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Grünen im Kreis und war Mitglied in zahlreichen kommunalen Gremien. Seit 1991 leitete der Diplom-Politologe ehrenamtlich die Arbeitsstelle „Praktische Schritte“ für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und war Umweltbeauftragter des Kirchenkreises Hersfeld. 1994 begann er eine berufsbegleitende Ausbildung zum Mediator und 1996 zur Friedensfachkraft.

2001 begann sein bundesweites Engagement in der Friedensarbeit. So war er Gründungsmitglied der Kooperation für den Frieden und Mitgründer des Ökumenischen Netzes in Deutschland, dessen Sprecher er wurde. Außerdem engagierte er sich im Netzwerk Friedenssteuer, im Koordinationskreis Ökumenische Konsultation Gerechtigkeit und Frieden, in der FI Bad Hersfeld-Rotenburg und nahm seit vielen Jahren an den Demonstrationen der Friedensbewegung für den Abzug der letzten Atomwaffen aus Deutschland in Büchel in der Eifel teil. Für das Ökumenische Netz in Deutschland gehörte er der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland an.

„Sein unermüdliches und hartnäckiges Engagement für eine friedliche Welt hat viele Menschen ermutigt und bestärkt, seine Ideen und seine Initiativen waren wichtig für die Friedensarbeit. Sein so früher Tod wird eine große Lücke hinterlassen“, betont der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms.
(Dieter Junker)

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