„Über Jahrzehnte hinweg die Friedensarbeit maßgeblich geprägt“

AGDF

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat Ulrich Frey als einen Menschen gewürdigt, der sich große Verdienste um die Sache des Friedens in der Kirche und der Gesellschaft erworben hat. „Über viele Jahrzehnte hat Ulrich Frey die christliche Friedensarbeit maßgeblich mitgeprägt und er setzt sich auch heute noch unermüdlich für die Sache des Friedens ein“, unterstrich AGDF-Vorsitzender Horst Scheffler. Der langjährige AGDF-Geschäftsführer feiert am 3. Juni seinen 80. Geburtstag.

Ulrich Frey arbeitete nach seinem Jura-Studium zwei Jahre als Geschäftsführer des internationalen christlichen Friedensdienstes EIRENE, danach war er von 1972 bis 2000 Geschäftsführer des evangelischen Friedensverbandes AGDF. In seine Geschäftsführer-Zeit fiel der Aus- und Aufbau der christlichen Friedens- und Freiwilligendienste, die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten ziviler Konfliktbearbeitung, aber auch die friedensethische Positionierung in Kirche und Gesellschaft. Ulrich Frey gehörte zu den maßgeblichen Organisatoren der ersten großen Friedensdemonstration im Oktober 1981 in Bonn. Er war Mitgründer der Association of Voluntary Service Organisations (AVSO), er wirkte beim Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung mit, gehörte vielen kirchlichen und staatlichen Gremien an und war und ist ein gefragter Ansprechpartner und Ratgeber für Kirchen, Verwaltungen und gesellschaftliche Organisationen. Aus seiner Feder stammen zudem zahlreiche Aufsätze und Beiträge zur Friedenspolitik, der Friedensethik und der Friedensbewegung.

Am Herzen lag ihm der Deutsche Evangelische Kirchentag, dessen Präsidialversammlung er längere Zeit angehörte. Beim Kirchentag 1981 in Hamburg war Ulrich Frey maßgeblich daran beteiligt, dass sich die Friedensbewegung in ihrem Protest gegen den NATO-Doppelbeschluss vernetzte und gemeinsam den Widerstand gegen die atomare Aufrüstung in West und Ost organisierte. Auch beim diesjährigen Kirchentag auf dem Weg in Magdeburg gehörte er wieder zu den Mitwirkenden.

„Was die AGDF seit 1972 beschäftigt und umgetrieben, was sie bewegt und angestoßen hat, ist ohne Ulrich Frey nur schwerlich zu denken“, betont der Vorsitzende des evangelischen Friedensverbandes.

Die AGDF gratuliert ihrem langjährigen Geschäftsführer zu seinem 80. Geburtstag und wünscht ihm noch viele Jahre alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen.
(Dieter Junker)