Aktuelles

Die Bedeutung der Friedensbildung an den Schulen hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, nachdrücklich unterstrichen. „Es ist wichtig, dass die Schulen den jungen Menschen Wege aufzeigen, wie Konflikte gewaltfrei zu lösen sind und unsere Welt friedlicher und gerechter gestaltet werden kann“, so Renke Brahms anlässlich der Konferenz „Frieden lernen! Perspektiven einer Friedensbildung im 21. Jahrhundert“ an der Universität Koblenz-Landau in Koblenz.

Der gerechte Frieden muss das Leitbild der künftigen deutschen Außen- und Sicherheitspolitik sein. Das hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in einem heute in Berlin veröffentlichten friedenspolitischen Positionspapier zum Weißbuch-Verfahren bekräftigt. Die im Rahmen eines Fachgesprächs vorgestellten Thesen sind der offizielle EKD-Beitrag zum  „Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr 2016“. Das Weißbuch ist die Grundlage deutscher Sicherheitspolitik und entsteht in diesem Jahr erstmals in einem umfassenden gesellschaftlichen Beteiligungsprozess.

Frieden brauche Fantasie. Dies betonte der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, in Leipzig. „Unsere Kraft und Fantasie muss dem Frieden gelten, den gewaltfreien Wegen der Konfliktbearbeitung, dem Schaffen gerechter Verhältnisse, der Bekämpfung der Armut und gerechten Handelsbeziehungen. Das erfordert unsere ganze Kraft und Fantasie“, unterstrich Brahms in seiner Predigt in der Leipziger Nikolaikirche aus Anlass des 20. bundesweiten Vernetzungstreffens der ökumenischen Friedensgebetsgruppen.

Ist Frieden angesichts der weltpolitischen Lage noch ein glaubwürdiges Versprechen? Was macht Frieden heute aus? Und wer darf sich friedlich nennen? Das sind Fragen, die gerade Kinder und Jugendliche stellen und die verschiedenste Unterrichtsfächer der Schulen betreffen. Friedensbildung gibt hier Antwort. Sie spielt eine unverzichtbare Rolle beim Erlernen eines konstruktiven Umgangs mit Konflikten. Und sie bietet eine Auseinandersetzung mit Werten, politischen Meinungen und eigenen Handlungsmöglichkeiten an.

Das neue Buch von Markus A.Weingardt „Warum schlägst du mich? Gewaltlose Konfliktbearbeitung in der Bibel - Impulse und Ermutigung“ ist nun im Handel erhältlich.

Angst, Gier, Rache, Terror ... heutige Gewaltursachen, ob zwischen Menschen oder Staaten, sind der Bibel keineswegs fremd. Doch schon vor Jahrtausenden gab es Alternativen, und sie sind von erstaunlicher Aktualität. Von Abraham über Jakob oder den Propheten Oded zu Jesus und der Ehebrecherin: Die Bibel birgt eine Fülle von Erzählungen, in denen die »üblichen« Konfliktdynamiken gewaltlos durchbrochen werden. Nicht naiv und weltfremd, sondern kreativ und konstruktiv.

Dieses Buch versammelt unterschiedlichste Auslegungen zu solchen, oft wenig beachteten biblischen Überlieferungen. So vielfältig wie die Beispiele sind die Autorinnen, Autoren und ihre Gedanken. Es ist eine Fundgrube an spannenden Interpretationen: Anregend, ermutigend, lehrreich und hoch aktuell!

Mehr dazu und wo sie es bestellen können hier

In dem Zeitraum vom 01.bis 31.10.2015 findet in der Kreuzkirche in Dresden eine Ausstellung zum Thema "Bausoldaten" statt. Weitere Informationen finden sie unter: www.kreuzkirche-dresden.de.

Fotos vom diesjährigen Studientag der EAK in Kassel finden sie unter: https://twitter.com/eFriedensarbeit/media 

Dr. Christoph Münchow aus Radebeul bleibt Bundesvorsitzender der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK). Auf einer Mitgliederversammlung in Kassel wurde der frühere Oberlandeskirchenrat der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens in seinem Amt bestätigt. Münchow ist seit 2012 Bundesvorsitzender der EAK.

Die Rüstungskonversion wieder stärker in den Blick nehmen, das wollte die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) mit ihrem Studientag „Rüstungspolitik: Vernichtung von Arbeitsplätzen – Vernichtung von Menschenleben“ in Kassel. Und einen Tag lang wurde kontrovers diskutiert, nicht nur allein über Rüstungskonversion, sondern auch über Rüstungsexporte und Rüstungspolitik.

Auf der Homepage der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz finden sie ein interssantes Radiointerview mit Ludwig Baumann, dem letzten noch lebenden Wehrmachtsdeserteur. Mehr unter: www.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de.

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