EAK Rundbrief Februar 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

die EAK ist das Forum, in dem die Vielfalt der Friedensarbeit in den Landes- und Freikirchen als Teil der Friedensarbeit im Raum der EKD vernetzt und verknüpft werden kann. Dies bestätigte die letzte Mitgliederversammlung der EAK. Zudem gab sie sich für die kommenden Jahre klare inhaltliche Akzente bei den Themen Unterstützung von zivilen Alternativen zum Waffendienst in Friedensdiensten, der Friedensbildung, der Friedensethik und -theologie sowie der Gewissensbildung, neben dem Traditionsthema Kriegsdienstverweigerung.

Aus dem Vorstand schieden Stefan Maaß (Evangelische Landeskirche in Baden) und Elisabeth Peterhoff (Evangelisch-lutherische Kirche in Bayern) aus. Beide waren der EAK lange Zeit verbunden und wirkten tatkräftig als Vorstand und zuletzt auch als stellvertretende Vorsitzende, für die EAK. Herzlichen Dank für Euer Engagement!

Bei der Mitgliederversammlung wurden mit Wolfgang Buff (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) und Lutz Krügener (Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers), die beide bereits als Beisitzer dem Vorstand angehören, zwei neue stellvertretende Vorsitzende gewählt. Als neue Beisitzer ergänzen Sabine Müller-Langsdorf (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) und Detlev Besier (Evangelische Kirche der Pfalz) den EAK-Bundesvorstand. Herzlich Willkommen!

Beste Grüße
Jasmin Schwarz

 

Inhaltsverzeichnis

  • EAK will neben der KDV-Arbeit künftig weitere Schwerpunkte setzen
  • EAK trifft sich zur Mitgliederversammlung in Kassel
  • EAK: Zunehmende Bundeswehr-Werbung unter Minderjährigen nicht hinnehmbar
  • EKD-Friedensbeauftragter: Debatte über deutsche Außen- und Sicherheitspolitik ist überfällig
  • EKD-Friedensbeauftragter: Sola pax und sola spes
  • EKD-Konferenz für Friedensarbeit steht im Zeichen des Reformationsjubiläums
  • EKD-Friedensbeauftragter: Der Stimme des gerechten Friedens wieder mehr Gehör verschaffen
  • Friedensarbeiterinnen oder Friedensarbeiter für Café Friedenswege in Wittenberg gesucht
  • Kriegsschwerter werden zu Pflugscharen
  • Bundesweites Netzwerk Friedensbildung gegründet
  • Friedenslogik weiterdenken – sich in den Dialog einbringen
  • Begleitveranstaltungen der Ausstellung "Neue Anfänge? Wie die Kirchen Nordelbiens mit der NS-Vergangenheit umgingen" in Flensburg
  • Verzichtet auf Gewalt! - Kriegsprävention statt Militäreinsätze!
  • Ziviler Friedensdienst: volljährig, aber auch erwachsen?
  • Multiplikatorenschulung für CivilPowker in Nürnberg
  • Von Ungestüm bis Unruhestand - Friedensengagement gestern, heute, morgen
  • Wie geht Frieden?
  • Mitwirkung: Friedenswerkstatt zum Magdeburger Friedensmanifest
  • Religion-Macht-Frieden
  • Plakatmotiv der diesjährigen FriedensDekade ausgewählt

Aus der Arbeit der EAK

EAK will neben der KDV-Arbeit künftig weitere Schwerpunkte setzen

(09.02.2017) Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) will künftig neben der Begleitung und Beratung von Kriegsdienstverweigerinnen und Kriegsdienstverweigerern auch weitere Arbeitsschwerpunkte verstärkt in den Blick nehmen. Dazu gehören laut einer von der Mitgliederversammlung in Kassel verabschiedeten Orientierungshilfe die Unterstützung von zivilen Alternativen zum Waffendienst in Friedensdiensten, die Friedensbildung, die Friedensethik und -–theologie sowie die Gewissensbildung.

EAK trifft sich zur Mitgliederversammlung in Kassel

Die Arbeitsschwerpunkte für dieses Jahr, das Reformationsjubiläum, der Deutsche Evangelische Kirchentag und die Friedensarbeit der Landeskirchen stehen im Mittelpunkt der zweitägigen Mitgliederversammlung der EAK am 7. und 8. Februar in Kassel-Wilhelmshöhe. 

Kriegsdienstverweigerung

EAK: Zunehmende Bundeswehr-Werbung unter Minderjährigen nicht hinnehmbar

(11.02.2017) Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat die Rekrutierung Minderjähriger und die Werbung der Bundeswehr in Schulen und in sozialen Medien für den Militärdienst erneut kritisiert. Anlass ist der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten („Red Hand Day“), der seit 2002 jährlich am 12. Februar begangen wird, und an dem an das Schicksal von Kindern erinnert wird, die zum Einsatz in Kriegen und bewaffneten Konflikten gezwungen werden.

Aus der Arbeit der Evangelischen Friedensarbeit

EKD-Friedensbeauftragter: Debatte über deutsche Außen- und Sicherheitspolitik ist überfällig

Die Kritik des Bundeswehrverbandes über eine fehlende Debatte über die deutsche Sicherheitspolitik wird vom Friedensbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), dem Bremer Leitende Geistliche Renke Brahms, nachdrücklich begrüßt und unterstützt. „Wir brauchen in Deutschland dringend eine in unserer Gesellschaft verankerte, über die sicherheitspolitischen Eliten hinausreichende Debatte darüber, welche politischen Konzepte in Fragen von Frieden und Sicherheit zukunftsweisend sind“, betonte Brahms.

EKD-Friedensbeauftragter: Sola pax und sola spes

(25.01.2017) Das Reformationsjubiläum ist nach Ansicht des Friedensbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, ein guter Anlass, sich des reformatorischen Erbes, wozu die Entdeckung des Friedensauftrages der Kirchen gehöre, zu erinnern. Und dazu gehört für Brahms, den vier Grundprinzipien der Reformation, dem solus Christus, dem sola scriptura, dem sola gratia und dem sola fide (Allein Christus, allein die Schrift, allein aus Gnade und allein der Glaube) heute ein „sola pax“, ein allein der Frieden, hinzuzufügen.

EKD-Konferenz für Friedensarbeit steht im Zeichen des Reformationsjubiläums

Das Reformationsjubiläum und die aktuellen landeskirchlichen Prozesse „Kirche des gerechten Friedens werden“ stehen im Mittelpunkt der achten Konferenz für Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die sich am 23. und 24. Januar in der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt in Wittenberg trifft.

EKD-Friedensbeauftragter: Der Stimme des gerechten Friedens wieder mehr Gehör verschaffen

(23.01.2017) Der Stimme des gerechten Friedens trotz einer weltweiten Zunahme von Konflikten und Gewalt wieder mehr Gehör zu verschaffen, ist eine wichtige Aufgabe der evangelischen Friedensarbeit. Dies betonte der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, bei der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD, die sich zu ihrer jährlichen Tagung in Wittenberg getroffen hat.

Friedensarbeiterinnen oder Friedensarbeiter für Café Friedenswege in Wittenberg gesucht

Der Verein für Friedensarbeit im Raum der EKD e. V. sucht drei Friedensarbeiterinnen oder Friedensarbeiter im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes. Aus Anlass des Reformationsjubiläums findet vom 20. Mai bis 10. September 2017 in der Lutherstadt Wittenberg die Weltausstellung „Reformation heißt Zukunft gestalten“ statt (www.r2017.org). Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) und die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) wollen im Rahmen dieser Weltausstellung gemeinsam mit der ev.

Wissenswertes

Kriegsschwerter werden zu Pflugscharen

Schwerter zu Pflugscharen , an dieses Wort des Propheten Micha, das zum Symbol der DDR-Friedensbewegung in den 1980er Jahren wurde, erinnert der Heidelberger Pfarrer Dr. Vincenzo Petracca mit einem Impuls zum Reformationsjubiläum. Und er erinnert daran, dass bereits bei einem anderen Luther-Jubiläum dieses Prophetenwort eine wichtige Rolle spielte.

Bundesweites Netzwerk Friedensbildung gegründet

Im Januar hat sich in Frankfurt am Main ein „Bundesweites Netzwerk Friedensbildung“ gegründet und eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. „Wir wollen die Friedensbildung in Deutschland fachlich und politisch stärken“, erklärte Ilka Hoffmann, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für die Gründungsmitglieder. „Das ist bitter notwendig angesichts der weltweiten Kriege und Konflikte und nicht zuletzt wegen der zunehmenden Präsenz der Bundeswehr im Bildungswesen.“

Friedenslogik weiterdenken – sich in den Dialog einbringen

Nach einer Förderzusage durch das Institut für Auslandsbeziehungen konnte das Projekt noch in 2016 beginnen. Ziel des Projekts ist, „Friedenslogik“ in verschiedenen Feldern der Konfliktbearbeitung und Krisenprävention zu diskutieren, Handlungsansätze zu erarbeiten und diese in den politischen Dialog einzubringen. Was bedeutet friedenslogisches Handeln konkret? Welche Implikationen hat ein am Konzept Friedenslogik orientiertes Handeln? Wie können eigene Arbeitsansätze friedenslogisch weiterentwickelt werden? Was sind politische Herausforderungen der Friedenslogik?

 

Veranstaltungen

Begleitveranstaltungen der Ausstellung "Neue Anfänge? Wie die Kirchen Nordelbiens mit der NS-Vergangenheit umgingen" in Flensburg

Die Evangelische Akademie der Nordkirche lädt ein zum " Flensburger Denkmalstreit" am 27. Januar 2017 um 19.00 Uhr nach St. Marien (Marienkirchhof 7) in Flensburg.
Eine gesellschaftliche und theologische Kontroverse I Begleitprogramm der Ausstellung "Neue Anfänge nach 1945? Wie die Landeskirchen Nordelbiens mit der NS-Vergangenheit umgingen".
In Kooperation mit der Akademie Sankelmark und dem Kirchenkreis Schleswig-Flensburg.

Verzichtet auf Gewalt! - Kriegsprävention statt Militäreinsätze!

Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) im Februar ist ein Treffen von international einflussreichen Politiker*innen, Wirtschaftsbossen und Militärs. Diese fordern wir auf, umzudenken: weg vom Krieg als Mittel der Interessen-Politik, hin zum Frieden für die Erde. Verzichtet endlich auf Gewalt!

Ziviler Friedensdienst: volljährig, aber auch erwachsen?

Am 10. März 2017 lädt die Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein Main ein zum Thema: "Ziviler Friedensdienst: volljährig, aber auch erwachsen? Das Beispiel
Libanon" in der Landeszentrale für politische Bildung in Mainz, Am Kronberger Hof .

Multiplikatorenschulung für CivilPowker in Nürnberg

Am 24. und 25. März 2017 bieten wir wieder eine Multiplikatorenschulung in Nürnberg an. Sie richtet sich an interessierte Pädagog_innen, Student_innen, Lehrkräfte, Schüler_innen und interessierte Menschen.
Am Freitag den 24. März (ab 14:30) werden wir das Spiel einmal so durchspielen, wie es auch in Schulklassen gespielt wird,  und am Samstag, den 25. März lernen die Teilnehmer_innen die methodischen und inhaltlichen Hintergründe des Spiels kennen und reflektieren es in Bezug auf die eigene praktische Arbeit.

Von Ungestüm bis Unruhestand - Friedensengagement gestern, heute, morgen

Der Bund Soziale Verteidigung lädt alle Interessierten am 24.-26. März 2017 zur diesjährigen Tagung "Von Ungestüm bis Unruhestand - Friedensengagement gestern, heute, morgen" ein, die dieses Jahr in Hannover im Naturfreundehaus (http://www.naturfreundehaus-hannover.de/) stattfinden wird.

Wie geht Frieden?

Friedensbildung hat in den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung und inhaltlich-methodische Weiterentwicklungen erlebt. Mit dem Fachtag wird dieses dynamische Feld interessierten Lehrkräften und Multiplikator_innen vorgestellt. Zentrale Fragen sind dabei:

 

Religion-Macht-Frieden

gewaltfrei handeln e.V. lädt Sie am 18.-21. Mai 2017 ein zu der Veranstaltung "Religionen als FriedensstifterInnen? - Friedensethik und Friedenstheologie vor der Herausforderung aktueller Friedenspolitik".
In diesem Seminar erhalten Sie einen Einblick in ein spannendes Forschungsgebiet – Religionen und Religionsgemeinschaften als wichtige Akteurinnen, die Friedensprozesse anregen und begleiten, gewaltfreien Widerstand mobilisieren und ihre Ressourcen zum Schutz bedrohter Menschen nutzen.

Mitwirkung: Friedenswerkstatt zum Magdeburger Friedensmanifest

Herzliche Einladung zur Mitwirkung an der Friedenswerkstatt, welche im Rahmen des Kirchentag auf dem Weg vom 26. - 27. Mai 2017 in Magdeburg stattfindet.

 

Veröffentlichungen und Publikationen

 

Plakatmotiv der diesjährigen FriedensDekade ausgewählt

Das diesjährige zentrale Plakatmotiv der Ökumenischen FriedensDekade steht fest. Im Rahmen eines bundesweiten ausgeschriebenen Plakatwettbewerbs entfiel nun die Auswahl auf einen Entwurf von Antje Hubold aus Drispeth in Mecklenburg/Vorpommern.  Im Zentrum des neuen Plakats steht eine auf „Streit!“ eingestellte Friedenstaube.

 

Impressum 


Herausgeber
Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK)
im Verein für Friedensarbeit im Raum der EKD e.V. (VfF) 
Endenicher Str. 41
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 - 24999- 0
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