EAK Rundbrief Oktober 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

 

„Kleine weiße Friedenstaube“

(Ein Kinderlied von Erika Schirmer)

Kleine weiße Friedenstaube,
fliege übers Land;
allen Menschen, großen, kleinen,
bist du wohlbekannt.

Fliege übers große Wasser,
über Berg und Tal;
bringe allen Menschen Frieden,
grüß sie tausendmal.

Und wir wünschen für die Reise
Freude und viel Glück;
kleine weiße Friedenstaube,
komm recht bald zurück.

 

Inhaltsverzeichnis

  • Friedensarbeit zwischen Euphorie und Hemmnissen
  • EAK Pressemitteilung: Bundesregierung muss von Plänen einer „militärischen Trendwende“ Abstand nehmen
  • AGDF fordert eine Außenpolitik des Friedens ohne militärische Option
  • Die Europäische Friedenspolitik darf nicht militarisiert werden
  • Horst Scheffler bleibt Vorsitzender der AGDF
  • Internationale Friedenskonsultation als wichtiger Schritt auf dem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens
  • „Alfred Hermann Fried – ein Kämpfer für den Frieden“
  • VOM TÖTEN LEBEN
  • Durch gewaltfreie Aktionen dem gerechten Frieden näher kommen
  • Kirche des gerechten Friedens werden
  • "Die Kraft der Gewaltfreiheit"- Konfliktbearbeitung und gewaltfreies Handeln von Mai bis November 2017 in Bonn

EAK betreffende Meldungen

Friedensarbeit zwischen Euphorie und Hemmnissen

Wo gibt es Lebens-Räume für den Frieden? Wie können diese aussehen und gestaltet werden? Und wie können diese Räume vielleicht die Kirche verändern? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein gemeinsamer Workshop der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) in Mainz.

EAK Pressemitteilung: Bundesregierung muss von Plänen einer „militärischen Trendwende“ Abstand nehmen

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen in einem Brief aufgefordert, auf die Aufstockung des Wehretats um fünf Milliarden Euro auf rund 39 Milliarden Euro bis 2020 zu verzichten und stattdessen diese Gelder zivilen Strategien der Prävention und Konfliktbearbeitung zur Verfügung zu stellen.

Wissenswertes

AGDF fordert eine Außenpolitik des Friedens ohne militärische Option

Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat sich für eine Politik ausgesprochen, die sich von der Vorrangstellung von Militär, Waffen und Gewalt löst und einer nachhaltigen Friedenslogik folgt. In einer von der Mitgliederversammlung der AGDF in Wiesbaden verabschiedeten Resolution fordert der Friedensverband einen vollständigen Stopp der von Deutschland ausgehenden Rüstungsexporte, auch der bereits genehmigten, außerdem einen konsequenten Einsatz für Abrüstung, auch bei Nuklearwaffen, sowie die Bereitschaft zu einseitigen Schritten bei der Abrüstung.

Die Europäische Friedenspolitik darf nicht militarisiert werden

Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat vor einer schleichenden Militarisierung der Politik der Europäischen Union gewarnt. Anlass dafür sind die von der EU-Kommission im Juli vorgeschlagene Ausweitung des Instruments für Stabilität und Frieden, um so auch die militärische Ertüchtigung in Drittstaaten zu ermöglichen. Darüber hinaus soll das Budget um 100 Millionen Euro aufgestockt werden. Im Blick sind dafür Gelder aus dem Instrument für Entwicklungszusammenarbeit. Über den Vorschlag der EU-Kommission wird auch der Deutsche Bundestag beraten.

Horst Scheffler bleibt Vorsitzender der AGDF

Pfarrer Horst Scheffler ist von der Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Wiesbaden in seinem Amt als Vorsitzender einstimmig bestätigt worden. Scheffler steht seit 2007 an der Spitze des evangelischen Friedensverbandes, dem insgesamt 32 Organisationen und Institutionen angehören, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Arbeitsprogrammen im In- und Ausland Friedensarbeit leisten.

Internationale Friedenskonsultation als wichtiger Schritt auf dem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens

Wie können Kirchen zu Kirchen des gerechten Friedens werden? Und das in gesellschaftlichem Wandel und zur Erneuerung der Kirchen aus dem Geist des Gerechten Friedens? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine viertägige ökumenische Konsultation „How to become a just peace church – Gesellschaftlicher Wandel und Erneuerung der Kirche aus dem Geist des Gerechten Friedens“, zu der die Evangelische Kirche in Deutschland, die Evangelische Friedensarbeit, die Evangelische Akademie Villigst und die Evangelische Akademie  zu Berlin in die deutsche Hauptstadt eingeladen hatten.

Veranstaltungen

„Alfred Hermann Fried – ein Kämpfer für den Frieden“

Friedrich Spee Akademie Bonn

Donnerstag 27.10.2016, 19:00 Uhr

Stiftung Pfenningsdorf,  Poppelsdorfer Allee 108, 53115 Bonn

Eintritt frei, Spenden willkommen

VOM TÖTEN LEBEN

DONNERSTAG, 27. OKTOBER 2016, 19:30 UHR
Ein Dokumentarfilm von Wolfgang Landgraeber

Wie leben Menschen in einer Stadt, in der viele ihrer Bewohner seit Generationen Kriegswaffen herstellen? Dieser Frage geht Wolfgang Landgraeber in Oberndorf am Neckar nach, wo er vor dreißig Jahren – auf dem Höhepunkt der  Friedensbewegung – den Dokumentarfilm „Fern vom Krieg“ gedreht hatte.

Durch gewaltfreie Aktionen dem gerechten Frieden näher kommen

SO, 30. Oktober, 17.00 Uhr
Paul-Gerhardt-Kirche
(Stephanienbad)
Breite Straße 49a, Karlsruhe
Eintritt frei
Die amerikanische Politikwissenschaftlerin Maria J. Stephan belegt in ihrer gemeinsam mit Erica Chenoweth verfassten Studie „Warum ziviler Widerstand funktioniert: Die Strategische Logik friedlichen Konfl ikts“, dass gewaltfreie Aufstände doppelt so erfolgreich sind wie gewaltsame Aufstände.
Diese Veranstaltung ist Teil des Programms „Kirche des gerechten Friedens werden“ der Evangelischen Landeskirche in Baden. Dieses Programm dient der Konkretisierung des friedensethischen Beschlusses der Landessynode vom 24.Oktober 2013.

Kirche des gerechten Friedens werden

Wer den Frieden will, muss den Frieden vorbereiten. Wer aus dem Frieden Gottes lebt, tritt für den Frieden in der Welt ein. Mit dieser Feststellung und dem Leitbegriff „Gerechter Friede“ ist in der theologischen und politischen Debatte eine  Richtung vorgegeben, die es angesichts der zahlreichen Konflikte in der Welt in konkrete Schritte umzusetzen gilt.

"Die Kraft der Gewaltfreiheit"- Konfliktbearbeitung und gewaltfreies Handeln von Mai bis November 2017 in Bonn

Diese Fortbildung des Vereins gewaltfrei handeln wendet sich vorrangig an berufserfahrene Menschen, die eine neue Akzentuierung ihres Engagements im sozialen, ökologischen und gesellschaftlichen Bereich suchen. Die Teilnehmenden qualifizieren sich im konstruktiven Umgang mit Konflikten. Der Transfer zum eigenen Berufsfeld, zum Umgang mit Kollegen und Kolleginnen und zu den Klienten trägt zu einem verbesserten Arbeitsklima bei und ermöglicht es, Konflikten angstfrei begegnen zu können. Gerade beim Umgang mit Klienten im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe kann die Konzentration auf Gewaltfreiheit und die darin liegende Kraft unterstützend wirken.

 

Impressum 


Herausgeber
Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK)
im Verein für Friedensarbeit im Raum der EKD e.V. (VfF) 
Endenicher Str. 41
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 - 24999- 0
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