Brahms: Deutschland soll Atomwaffenverbotsvertrag beitreten

Evangelische Friedensarbeit

Bei einer Mahnwache zu den Jahrestagen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki  in Bremen hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Pastor Renke Brahms, die Bundesregierung aufgefordert, dem im vergangenen Jahr beschlossenen UN-Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Denn aus christlicher Sicht gebe es keine friedensethische Legitimation für Atomwaffen, so der Leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche. Dabei regte er an, dass Bremen gemeinsam mit Rheinland-Pfalz eine entsprechende Bundesratsinitiative starten könnten.

Brahms wies darauf hin, dass die 20 in Büchel in der Eifel lagernden Atomsprengköpfe eine 80 mal höhere Sprengkraft hätten als die Bomben, die 1945 auf die beiden japanischen Städte abgeworfen wurden. Und eine Modernisierung dieser Atomwaffen erhöhe die Gefahr, dass diese Bomben auch wirklich eingesetzt würden, weil man glaube, einen Atomkrieg begrenzen zu können, mahnte der EKD-Friedensbeauftragte.

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Rede des EKD-Friedensbeauftragten Renke Brahms beim Hiroshima-Gedenktag 2018 in Bremen