„Brückenbauerin und klare Stimme für Frieden und Versöhnung in Europa“

AGDF

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat das europäische ökumenische Netzwerk Church and Peace, das in diesem Jahr das 70-jährige Bestehen feiert, als „Brückenbauerin und als klare Stimme für Frieden und Versöhnung in Europa“ gewürdigt. Angesichts eines wachsenden Rechtspopulismus in Europa, einer immer stärker werdenden Abschottung gegenüber Flüchtlingen, einer zunehmenden Militarisierung der EU, aber auch der Spannungen zwischen NATO und Russland sei es wichtig, „zusammen mit zivilgesellschaftlichen Partnern in den europäischen Ländern eine Vision für ein friedlicheres, gerechteres Europa zu entwickeln und konkrete Schritte in diese Richtung zu verabreden“, betont AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister in einem Grußwort zur Jubiläumsfeier am 18. Mai 2019 in der Reformationskirche in Berlin-Moabit.

Church and Peace sei ein wichtiges europäisches Netz mit einer klaren friedenskirchlichen Perspektive, macht Jan Gildemeister deutlich. „Church and Peace hat die wichtige Funktion, in der Konferenz Europäischer Kirchen das Friedensthema wach zu halten und die Kirchen zu ermahnen, sich eindeutig zur zentralen Bedeutung der Gewaltfreiheit zu bekennen. In ihrer Theologie und Ethik wie auch in ihrem gesellschaftspolitischen Reden und Handeln“, so der AGDF-Geschäftsführer. Mit den vielfältigen Aktivitäten würde das Netzwerk hier unverzichtbare Friedensarbeit in Europa leisten, unterstreicht Jan Gildemeister und verweist auf die Initiativen von Church and Peace gegen eine zunehmende Militarisierung der EU oder dem verstärkten Engagement in Südosteuropa.

Das Netzwerk Church and Peace sei dabei ein wichtiges Mitglied der AGDF, ist Jan Gildemeister überzeugt. So habe es zwischen der AGDF, die in diesem Jahr ihr 50-jährige Bestehen feiert, und Church and Peace vielfältige Berührungspunkte gegeben. Versöhnungsbund und die historischen Friedenskirchen seien an der Gründung beider Verbände beteiligt gewesen, ebenso der Laurentiuskonvent. Eirene und „gewaltfrei handeln“, deren Gründung von Church and Peace mit angestoßen worden sei, würden ebenfalls zu den AGDF-Mitgliedern gehören. „Und an der Gestaltung der Ökumenischen Versammlungen waren Akteure beider Verbände beteiligt“, unterstreicht der AGDF-Geschäftsführer. Und er fügt hinzu: „In den 70 Jahren kontinuierlicher Friedensarbeit gab es von Church and Peace wichtige Impulse und wir hoffen, dass dies auch weiterhin erfolgen wird.“
(Dieter Junker)

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