Christen rufen zu kirchlichem Aktionstag in Büchel auf

Christen aus mehreren evangelischen Landeskirchen und die katholische Friedensorganisation Pax Christi rufen für den 7. Juli zu einem Aktionstag im rheinland-pfälzischen Büchel gegen Atomwaffen auf. Alle Menschen seien dazu eingeladen, vor dem dortigen Bundeswehr-Fliegerhorst, wo die letzten US-Atomwaffen auf deutschem Boden vermutet werden, zu demonstrieren, teilte der Verein für Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland am Dienstag in Bonn mit. Ein Umstieg auf eine friedliche Außen- und Sicherheitspolitik sei nötig.

„Glauben, Gewissen und politische Vernunft bewegen uns, Massenvernichtungswaffen abzulehnen“, heißt es in einem Aufruf einer Aktionsgruppe, zu der Christen aus den evangelischen Kirchen in Baden, Bayern, Hessen-Nassau, Kurhessen-Waldeck, der Pfalz, dem Rheinland und Württemberg gehören. Die Bundesregierung solle den Atomwaffenverbotsvertrag ebenfalls unterzeichnen, die nukleare Teilhabe innerhalb der Nato beenden, für den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und Europa eintreten und die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik künftig zivil orientieren.

Beim Aktionstag am 7. Juli gibt es um 11.58 Uhr vor dem Haupttor des Fliegerhorstes Büchel in der Eifel einen ökumenischen Gottesdienst. Die Predigt hält der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms (Bremen). Im Anschluss daran ist ein Kulturprogramm mit Musik und Kurzansprachen vorgesehen. Der Aktionstag sei Teil des vom Ökumenischen Rat der Kirchen 2013 ausgerufenen Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens, teilten die Veranstalter mit.
(Dieter Junker)

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