„Der Friede auf Erden ist keine Utopie, wenn Jesus Christus das Sagen hat“

Evangelische Kirche im Rheinland

(24.12.2018) Auf die Protestkraft der christlichen Weihnachtsbotschaft hat der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski hingewiesen. Weihnachten, die Geburt von Gottes Sohn, eröffne der Menschheit neue Möglichkeiten, sowohl persönlich als auch weltweit, sagte Rekowski in seiner Predigt an Heiligabend in der Johanneskirche in Düsseldorf.

„Gott hat Jesus mit seiner Liebe und Menschenfreundlichkeit ins Recht gesetzt gegen die Rechthaber in Politik und Religion. Das, was Menschen ums Leben bringt, ist nicht alternativlos. Die Spielregeln der Welt werden radikal verändert“, sagte der Theologe. Von Weihnachten gehe eine große Befreiung aus. Die Machtfrage werde gestellt. Friede auf Erden sei keine Utopie, wenn Jesus das Sagen habe.

Durch Künstliche Intelligenz und Eingriffe ins menschliche Erbgut verändere sich die Welt rasend schnell. Es sei fraglich, ob das immer zu klugen Lösungen führe, so Rekowski. Er kritisierte auch, dass es offensichtlich nicht gelinge, die Kräfte zur Schonung von Umwelt und Klima weltweit zu bündeln, weil es sich für die Mächtigen nicht rechne. Dieselben Mächtigen verabschiedeten sich auch zunehmend wieder von der Begrenzung von Todeswaffen, setzten weiter auf freien Geldfluss, freien Markt und Wachstum ohne Rücksicht auf Verluste.Demgegenüber steht für den Theologen die Weihnachtsbotschaft: Gott kommt als Kind zu den Menschen, die Welt ist nicht mehr gottlos. Der Glaube an einen menschenfreundlichen Gott, der die Menschen und die Welt verändern will, könne große Protestkraft freisetzen. Die Menschen könnten neue Hoffnung schöpfen durch ein Leben im Vertrauen auf Jesus, den Friedensbotschafter. „In der Nähe Jesu dürfen wir Heimat finden mit unserem ganzen Leben. Das kann unseren Alltag prägen. Uns erlösen vom ,me first‘. Uns befreien von der Selbstinszenierung. Uns erlösen von der Spirale von Gewalt und Gegengewalt“, unterstrich Rekowski.
(Jens-Peter Iven)

 

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