Motto 2020: Umkehr zum Frieden

Ökumenische FriedensDekade

(27.11.2019)

Das Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade hat auf seiner Novembertagung in Kassel das Jahresmotto für das Jahr 2020 festgelegt. „Umkehr zum Frieden“ lautet das neue Motto, unter dem im kommenden Jahr vom 8. - 18. November vierzig Jahre FriedensDekade begangen wird.

Mit dem Motto „Umkehr zum Frieden“ greifen die Trägerorganisationen zum vierzigjährigen Jubiläum der Ökumenischen FriedensDekade verschiedene Friedensthemen auf, die in den vergangenen Jahrzehnten im Mittelpunkt der zehntägigen FriedensDekaden standen und noch heute aktuell sind. So steht das Motto für die als dringend angesehene Änderung einer Politik in Deutschland und weltweit, die immer stärker auf Gewalt und militärische Stärke setzt. Die aktuellen Erhöhungen des Militärhaushaltes durch die Bundesregierung oder der geplante Ausbau der militärischen Schlagkraft der Europäischen Union stehen für die Organisatoren der Ökumenischen FriedensDekade für ein vorherrschendes Sicherheitsdenken, das langfristig nicht für mehr Frieden, sondern für mehr Gewalt und militärisches Eingreifen stehen dürfte. „Was wir dringend benötigen, ist ein Umdenken weg von einer reinen Sicherheitspolitik hin zu einer zivilen Friedenspolitik, eine ‚Umkehr zum Frieden‘, wollen wir die globalen Konflikte und Probleme nachhaltig lösen“, ist Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade e. V., überzeugt.

Zu den Themenfeldern, die im Jahr 2020 von der Ökumenischen FriedensDekade in Informations- und Aktionsmaterialien erarbeitet und in Friedensgebeten, Gottesdiensten sowie zahlreichen Veranstaltungen aufgegriffen werden, gehören zum Beispiel die Forderung nach der Ratifizierung des Atomwaffenverbotsvertrages, die fortschreitende Entwicklung sowie der Einsatz autonomer Killersysteme, die verschärfte Abschottungspolitik Europas und auch der zunehmende Nationalismus und Rassismus, die zu einer Polarisierung der Gesellschaften führen.

 „Wir möchten sichtbar machen, dass über einen respektvollen Umgang miteinander wie über eine von gegenseitiger Anerkennung geprägten Diskussions- und Streitkultur gesellschaftliche Konflikte mit friedlichen Mitteln bearbeitet werden können, ohne sich einer Hasssprache oder Totschlagargumenten zu bedienen“, erläuterte Marina Kiroudi, Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Aber auch Themen wie die sich zuspitzende Konflikte im Mittleren Osten, die Frage nach sozialer Gerechtigkeit  weltweit oder nach den Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, werden Themenfelder der kommenden FriedensDekade sein.

Als biblische Bezugsquellen wurden die Verse 9-21 aus Kapitel 12 des Römerbriefes (Vers 21: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“) aus dem Neuen Testament und die Verse 31+32 aus dem Kapitel 18 des Propheten Hesekiel (Vers 32: „Denn ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der sterben müsste, spricht Gott der Herr. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben.“) ausgewählt.

Im Rahmen eines bundesweiten Plakatwettbewerbs wird nun bis Ende Januar 2020 ein zentrales grafisches Motiv für das Jahresmotto „Umkehr zum Frieden“ gesucht. Das grafische Motiv wird in Verbindung mit dem Motto als Plakat genutzt und als zentrales grafisches Element auf allen Bildungs- und Aktionsmaterialien für das Jahr 2020 wiederzufinden sein. 
(Thomas Oelerich)

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