Renke Brahms: Frieden ist Thema in der Mitte des Dortmunder Kirchentages

EKD

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, hofft auf wichtige Impulse zu Fragen von Frieden und Sicherheit beim kommenden Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund. „Wir erleben eine Welt voller Gewalt und Konflikte. Es droht eine neue nukleare Rüstungsspirale, gleichzeitig werden in Europa die Grenzen geschlossen für Menschen, die vor Krieg und Gewalt fliehen. Das alles sind besorgniserregende Entwicklungen“, mahnt der Theologe. 

Besonders erfreut den EKD-Friedensbeauftragten, dass das Internationale Zentrum bei diesem Kirchentag als „International Peace Centre“ veranstaltet wird. „Das ist auch ein deutliches und wichtiges Signal. Und ich bin mir sicher, dass hier auch die Erfahrungen aus der weltweiten Ökumene zum Tragen kommen werden“, betont Renke Brahms.

Beim Kirchentag in Dortmund erwartet der EKD-Friedensbeauftragte auf den Podien, in den Veranstaltungen oder beim Markt der Möglichkeiten daher kontroverse Debatten über außen- und sicherheitspolitische Fragen, aber auch über die Zukunft Europas und die globalen Krisen und Konflikte sowie die Rolle Deutschlands in der Welt. „Kirchentage leisteten immer wieder wichtige und unüberhörbare Anregungen zu aktuellen Debatten nicht nur in der Kirche, sondern auch in Politik und Gesellschaft. Ich hoffe, dass dies auch von Dortmund ausgehen wird“, betont Renke Brahms.

Er freue sich darum, dass das Friedensthema beim Dortmunder Kirchentag eine wichtige Rolle spielen wird. „Ich finde die Idee eines Friedensdorfes auf dem Markt der Möglichkeiten, wo die Besucherinnen und Besucher mit den Akteuren der evangelischen Friedensarbeit ins Gespräch kommen können, hervorragend“, sagt der EKD-Friedensbeauftragte. Und dass gleich drei Friedensgottesdienste gefeiert würden, dazu drei Politische Nachtgebete, sei ebenfalls ein deutliches Signal. „Frieden ist damit ein Thema in der Mitte des Kirchentages“, so Renke Brahms.

Genauso wichtig sei für ihn aber auch die geplante Menschenkette, zu der die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) während des Kirchentages aufgerufen habe, macht der EKD-Friedensbeauftragte deutlich. „Bei Kirchentagen gab es immer auch Demonstrationen und Aktionen, die die Gesellschaft wachrüttelten. Die Großdemonstration 1981 in Hamburg oder die lila Tücher zwei Jahre später in Hannover, sie haben auch das Bild von Kirchentagen geprägt“, gibt Renke Brahms zu bedenken. Er habe daher gerne den Aufruf zu dieser Menschenkette mitunterzeichnet und er hoffe auf eine große Beteiligung an dieser Aktion. „Ich werde mich jedenfalls in die Menschenkette mit einreihen“, kündigt der EKD-Friedensbeauftrage an.

Renke Brahms wird in Dortmund aber auch an anderen Veranstaltungen teilnehmen und mitwirken. So wird er am Donnerstag, 20. Juni, von 11 bis 13 Uhr auf dem Podium „NonviolenceWorks – Make Peace Possible!“ im International Peace Centre im Kongresszentrum der Westfalenhalle sitzen. Im Anschluss daran wird er den Markt der Möglichkeiten besuchen und hier auch das Gespräch mit Friedensgruppen und -organisationen am Friedensdorf suchen. 

Beim Feierabendmahl am Freitag, 21. Juni, um 19 Uhr in der St. Nicolai-Kirche in der Innenstadt, zu dem die dortige Kirchengemeinde gemeinsam mit der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) einlädt, wird Renke Brahms die Predigt halten. Das Motto des Gottesdienstes lautet „Den Frieden feiern“.
(Dieter Junker)

Anhang: