Veranstaltung zu 100 Jahre Desertion und Militärstreik im I. Weltkrieg

Szenische Lesung zu Desertion und Militärstreik gibt es im Frühjahr 2019

Ort: 

  • Bonn

Datum: 

19.02.2019

Di., 19. Februar 2019 (19.00 Uhr) in der Brotfabrik
53225 Bonn-Beuel, Kreuzstr. 16.

Dazu laden herzlich ein Pax Christi Bonn und Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden, Katholisches Bildungswerk, Frauennetzwerk für den Frieden und Bonner Friedensbündnis.

Rudi Friedrich von Connection e.V. und der Gitarrist Talib Richard Vogl geben damit in einer etwa 75-minütigen Szenischen Lesung denjenigen Raum, die sich mit ihrer Desertion oder auf andere Art und Weise gegen den I. Weltkrieg wandten, u.a. mit Texten von Dominik Richert, Ernst Toller, Wilhelm Lehmann und Richard Stumpf. (...mehr im Programmheft)

Im November 2018 schrieb die Schwäbische Zeitung dazu: "Mit diesem Programm sind Friedrich und Vogl 2018 in ganz Deutschland auf Tournee. Und sie bringen es fertig, dass jeder Tagebuchauszug und jedes Gedicht oder Lied, das sie zusammen mit Trommelschlägen, Trompete, Gitarre und Gesang intonieren, unter die Haut geht – sei es durch die Art der Sprache, mal ihre Arglosigkeit oder ihre zynische Schärfe, mal durch die Sachlichkeit der Beschreibungen oder ihre Emotionalität. Zum Abschluss das unvergleichliche Lied ‚Le déserteur‘ von Boris Vian aus dem Jahr 1954, ein Appell des Pazifismus, und der Ausblick in die Gegenwart."

Rudi Friedrich beschäftigt sich im Rahmen seiner Arbeit bei Connection e.V. seit Jahrzehnten mit Kriegsdienstverweigerung und Desertion weltweit. Er ist international für sein Wissen und seine Erfahrung geschätzt. Immer wieder führte er auch mit Lesungen und anderen künstlerischen Formen in die Thematik ein.

Talib Richard Vogl studierte Gitarre an der Hochschule für Musik in Frankfurt am Main und belegte zahlreiche Meisterkurse und eine Ausbildung zur Sprecherziehung und Stimmbildung. Neben konzertanter Kammermusik bis hin zum Flamenco gilt sein Interesse insbesondere interdisziplinären Projekten wie szenischen und konzeptionellen Lesungen.

 "Die sehr gelungene Textauswahl und die sparsamen, aber wirkungsvollen, Requisiten machen das brutale, stumpfsinnige und gänzlich unheorische Soldatenleben im ersten Weltkrieg sehr lebendig. Die Erfahrungen des Ersten Weltkrieges zeigen, dass Kriegsdienstverweigerer und Deserteure Unterstützung und Schutz vor dem Zugriff der kriegführenden Parteien brauchen: eine Verpflichtung für uns bis heute." (Zivilcourage 6/2018)

Anhang: