Aktuelles

Evangelische Friedensarbeit

Am Samstag, 7. Juli, wollen Christinnen und Christen aus mehreren Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland, aber auch aus der katholischen Friedensorganisation Pax Christi, in Büchel am dortigen Bundeswehr-Fliegerhorst ein Zeichen setzen für den Abzug und das Verbot von Atomwaffen.

Ev. Kirche in Hessen und Nassau und der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck

In diesem Jahr wird mit vielfältigen Aktionen das „Europäische Kulturerbejahr – Sharing Heritage“ begangen. Ein prägendes Kulturelement in Europa sind Glocken. In Kirchen und Rathäusern, auf Friedhöfen und an Gedenkorten sind sie ein hör- und sichtbares Zeichen des europäischen Wertefundaments. So kamen die Veranstalten des Kulturerbejahres auf die Idee, alle Glockeneigentümer Europas unter dem Motto „FRIEDE SEI IHR ERST GELÄUTE“ am Internationalen Friedenstag, dem 21. September 2018 von 18:00-18:15 Uhr Mitteleuropäischer Zeit zu einem Europaweiten Glockenläuten einzuladen.

Sie waren damals ein unübersehbares Symbol des christlichen Protestes gegen die Stationierung von atomaren Mittelstreckenwaffen in Europa, die lila Tücher mit dem Schriftzug „Umkehr zum Leben – Die Zeit ist da für ein Nein ohne jedes Ja zu Massenvernichtungswaffen“ und der Kirche, die die Atombombe abweist. Beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 1983 in Hannover tauchten beim Abschlussgottesdienst die Tücher das Niedersachsenstadion in ein lila Meer, auch danach trugen Menschen das Tuch als Ausdruck des Widerstandes gegen die nukleare Aufrüstung. 

Der Sonntag - Wochenzeitung Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens

Mit einer Mahnwache und einem Gedenken an Kriegsdienstverweigerer haben und 30 christliche Friedensaktivisten gegen den "Tag der Bundeswehr" am 9. Juni in Dresden protestiert. Die Truppe in einer Art Familienfest oder Outdoormesse mit Waffen zu präsentieren, sei nicht akzeptabel, sagte Annelie Möller, die neue Friedensreferentin des Ökumenischen Informationszentrums Dresden (ÖIZ). "Wir sehen darin eine gefährliche Manipulation von Minderjährigen." Diese könnten die Tragweite der Entscheidung für oder gegen die Bundeswehr noch nicht abschätzen.

Pressemitteilung zum kirchlichen Aktionstag am 7. Juli am Atomwaffenstützpunkt Büchel

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat davor gewarnt, sich an die nukleare Abschreckung zu gewöhnen. „Es ist höchste Zeit, dass die von den Atommächten gegebenen Versprechen zur nuklearen Abrüstung endlich erfüllt werden“, betonte der Trierer Oberhirte, der auch Vorsitzender der Kommission Justitia et Pax, einer Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken zur Förderung von Entwicklung, Menschenrechten und Frieden, ist.

EKD

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, steht der Absicht der Bundesregierung, die Bundeswehr mit waffenfähigen Drohnen auszustatten, „sehr kritisch“ gegenüber. „Hier sind völkerrechtliche, aber auch ethische Fragen in Bezug auf Kampfdrohnen noch völlig ungeklärt, um eine solche Entscheidung zu treffen“, warnt der Leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche. Zudem stehe damit längerfristig auch im Raum, dass Deutschland dem Trend zu automatisierten und autonomen Waffensystem Vorschub leiste.

Die evangelische Friedensarbeit hat die Selbstdarstellung der Bundeswehr beim „Tag der Bundeswehr“ am kommenden Wochenende in Deutschland und in den vergangenen Tagen bei Landesfesten scharf kritisiert und der Bundeswehr dabei „eine Verharmlosung des Militärs und des militärischen Auftrags“ vorgeworfen. 

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) verurteilt die erneuten geschichtsrevisionistischen Äußerungen Alexander Gaulands beim Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation am 2. Juni im thüringischen Seebach. Dort behauptete Gauland, Hitler und die Nazis seien nur ein „Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“.

Fulda 10.11.2018
ÖKGF

Die Ökumenische Konsultation Gerechtigkeit und Frieden (ÖKGF) lädt ein zu einem Studientag, der auf der Grundlage der Charta von Paris (1990) und der Charta Oecumenica (2001) zentrale Themen der Zukunft Europas konstruktiv aufgreifen wird. Vor allem geht es um aktuelle Entwicklungen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der EU. Ein Ergebnis sollen Ideen für Wahlprüfsteine und Anregungen für Veranstaltungen mit Kandidaten und Kandidatinnen des EP sein, die sich kritischen Fragen im Vorfeld der Europawahlen stellen.

Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Berlin 09.10.2018
EAK/EKD

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) laden Sie herzlich zur Verleihung des Friedrich-Siegmund-Schultze Förderpreises für gewaltfreies Handeln am Dienstag, den 09. Oktober 2018 nach Berlin ein.

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