Aktuelles

"Wir erheben unsere Stimme für Frieden und gegen die Militarisierung"

Gemeinsame Erklärung von Kriegsdienstverweigerungsgruppen aus dem östlichen Mittelmeer unterzeichnet von:

  • Bewegung Nein zum Kriegsdienstzwang (NoMilService), Ägypten
  • Liga der Kriegsdienstverweigerer (LOC), Italien
  • Mesarvot, Israel
  • Verein der griechischen Kriegsdienstverweigerer
  • 40 Mütter, Israel
  • Initiative Kriegsdienstverweigerung in Zypern
  • Verein für Kriegsdienstverweigerung (Vicdani Ret Derneği), Türkei

Die vollständige Erklärung können sie nachlesen unter: connection-ev.org

Quelle:

Am 14.März 2016 tagte der Unterausschuss für „Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln“ zum Thema „Chancen für unbewaffnetes ziviles Peacekeeping“.
Mehr zu dem Thema finden sie unter: www.bundestag.de

Ein Sanitätsoffizier-Anwärter der Bundeswehr aus Rheinland-Pfalz hat gerichtlich seine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer durchgesetzt. Das Mainzer Verwaltungsgericht gab am Freitag einer Klage des Leutnants statt, dessen Antrag zunächst abgelehnt worden war. (AZ: 4 K 136/15.MZ)

In der mündlichen Verhandlung hatte der Mann dargelegt, dass er sich zunächst ein falsches Bild von der Bundeswehr gemacht habe. Die Entscheidung für eine Laufbahn als Offizier des Sanitätsdienstes habe er 2008 nach Berichten über Hilfseinsätze bei der Tsunami-Katastrophe in Südasien getroffen. Außerdem habe er geglaubt, auch in Afghanistan helfe die Bundeswehr beim Aufbau eines Gesundheitswesens.

"Man geht aber nicht als Arzt, sondern als Soldat in den Einsatz", sagte er in der mündlichen Verhandlung. "Man ist bewaffnet, nimmt an Patrouillen teil und gegebenenfalls auch an Gefechten." Noch vor Ende seiner Arztausbildung sei ihm bewusst geworden, dass die Existenz von Sanitätsärzten Militäreinsätze erst ermögliche. Daran habe er nicht mehr teilnehmen wollen und können.

Den vollständigen Artikel finden sie unter: www.evangelische-friedensarbeit.de

"Unter 18-Jährige dürfen in Deutschland nicht wählen, sie dürfen nicht selber Auto fahren oder gewaltverherrlichende Videospiele spielen. Jungen und Mädchen dürfen aber mit 17 Jahren schon zur Bundeswehr gehen, dort Panzer fahren und in Techniken der realen Kriegsführung ausgebildet werden, einschließlich der simulierten Tötung. Sie bekommen dort dasselbe militärische Training wie Erwachsene, das Jugendarbeitsschutzgesetz gilt ebenso wenig wie besondere Maßnahmen zum Schutz vor sexueller Belästigung oder Missbrauch."

DFG-VK, Bündnis Kindersoldaten, terre des hommes, Kindernothilfe, Friedensband und andere Organisationen haben eine Unterschriftenaktion gegen die Rekrutierung von Minderjährigen gestartet. 

Mehr erfahren sie unter: unter18nie.de

Nürnberg 02.07.2016

Um in Frieden leben zu können, braucht es nicht große Worte, sondern viele kleine Schritte.“

Ein Schritt ist der FriedensCup im Rahmen des Fußballfestes „Bunt ist cool" der Evangelischen Jugend in Bayern am 02. Juli 2016 auf dem Gelände des 1. FC Nürnberg.
Fußballbegeisterte aus allen Gliedkirchen der EKD sind herzlich eingeladen!
„Bunt ist cool“ fand in den vergangenen Jahren mit mehr als 1200 Sportlerinnen und Sportlern mit 80 Mannschaften in 6 verschiedenen Kleinfeldturnieren für Schüler, Jugendliche, Mädchen und Herren sowie für Menschen mit Behinderungen statt.

Weitere Informationen finden sie unter: www.arbeitsstelle-kokon.de und www.ejb.de

Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat am 27. Februar in Lübeck-Travemünde nach intensiver Diskussion eine Resolution zum Bundeswehreinsatz in Syrien beschlossen.

Die Synodalen aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern fordern die Bundesregierung auf, „diesen Einsatz militärischer Mittel umgehend zu beenden und stattdessen noch einmal genau zu prüfen, welche Instrumente gegen den Terrorismus – auch auf dem Hintergrund bislang gemachter Erfahrungen –  tatsächlich helfen.“ Nur auf dem Wege einer Verhandlungslösung könne für das vom Bürgerkrieg zerrissene und vom Terrorismus heimgesuchte Syrien eine Friedensperspektive erreicht werden, heißt es in der Resolution. Zugleich will sich die Landessynode in ihrer Septembersynode intensiv mit friedensethischen Fragen auseinandersetzen.

Mehr Informationen dazu unter: www.nordkirche.de

Die aktuelle Flüchtlingssituation stand im Mittelpunkt einer zweitägigen Klausursitzung des Vorstandes der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Kassel. Dabei kritisierte die AGDF, dass in der derzeitigen zugespitzten Stimmung in Deutschland die Themen Frieden und Flucht nur noch selten zusammen gedacht werden. „Die aktuelle Diskussion in unserem Land fokussiert sich nur noch auf die Frage, wie Fluchtrouten verstopft und Grenzen geschlossen werden können“, bedauerte AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister. Doch die Ursachen für die Flucht würden in der Debatte keine Rolle mehr spielen, kritisiert er. „Dabei kann dies nicht getrennt voneinander gesehen werden. Denn die Flüchtlinge sind die Folge von Konflikten, für die auch wir verantwortlich sind“, machte der AGDF-Geschäftsführer deutlich.

Zweitägige Vorstandsklausur stellt Weichen für die Arbeit des Friedensverbandes in den kommenden Jahren

Bei einer zweitägigen Vorstandsklausur hat der Vorstand der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) in Bonn die Weichen für die Arbeit des evangelischen Friedensverbandes für die nächsten Jahre gestellt. Als Schwerpunktthemen sollen dabei unter anderem die Kriegsdienstverweigerung, der Einsatz für zivile statt militärische Lösungen bei internationalen Konflikten sowie die Gewissens- und Friedensbildung in den Blick genommen werden.

Was wird im Zivilen Friedensdienst tagtäglich geleistet? Wie sieht die Arbeit der Fachkräfte und Partnerorganisationen in verschiedenen Konfliktregionen der Welt konkret aus? Diesen Fragen geht das neue Lesebuch des Zivilen Friedensdienstes nach. Es nimmt seine Leserinnen und Leser mit auf eine Lese-Expedition rund um die Welt der Zivilen Konfliktbearbeitung. In 14 Berichten aus 13 Ländern erhalten Interessierte tiefe Einblicke in die alltägliche Friedensarbeit der Fachkräfte und Partnerorganisationen im Zivilen Friedensdienst.

Mehr Informationen erhalten sie unter: www.ziviler-friedensdienst.org.

"Ruslan Kotsaba, der ursprünglich die Proteste am Maidan unterstützt hatte, sprach sich im Januar 2015 gegen die Kriegführung der Ukraine im Osten des Landes aus. In einer Videobotschaft an Präsident Petro Poroschenko erklärte er, er werde sich der Einberufung verweigern und würde eher fünf Jahre Gefängnis auf sich nehmen als auf seine "im Osten lebenden Mitbürger" zu schießen. Er rief seine Landsleute auf, ebenfalls den Kriegsdienst zu verweigern."

Mehr zu dem Thema erfahren sie unter: www.connection-ev.org.

Quelle:

Seiten