EAK Rundbrief Januar 2020

Liebe Leser*innen,

zunächst wünschen wir Ihnen und Euch ein frohes, gesegnetes neues Jahr mit Kraft für die anstehenden (friedenspolitischen) Aufgaben – es wird vermutlich nicht ruhiger werden als im letzten Jahr...

Das zeigte sich auch direkt in den vergangenen Tagen: So steht der Januar dieses Jahres ganz im Zeichen eines drohenden Krieges zwischen den USA und dem Iran. Ausgelöst wurde die neuerliche Verschärfung des Konflikts durch den Angriff von einer Drohne der US-Armee, mit der unter anderem ein iranischer General gezielt getötet wurde. Vermutlich wurde die Drohne über die Relaisstation der US-Airbase Ramstein gesteuert. Die Antwort des Iran folgte mit Angriffen auf zwei Militärbasen im Irak.

Entsprechend besorgt vor einem unbegrenzten Ausbruch des Konflikts äußerte sich auch der Friedensbeauftragte des Rates der EKD, Renke Brahms, der vor einer gefährlichen Spirale von Rache und Vergeltung warnte, die den Konflikt noch verschärfen könnte. „Gerade als Kirchen können wir dazu nicht schweigen “, mahnte Brahms in der Pressemitteilung der Evangelischen Friedensarbeit. Auch EAK und AGDF forderten, dass es jetzt darum gehe, „eine gewaltfreie und zivile Lösung dieses Konflikts zu finden, damit es nicht zu einem Krieg mit unübersehbaren Folgen nicht nur für die Region kommt“, so Wolfgang M. Burggraf, Geschäftsführer der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK), in der gemeinsamen Pressemitteilung von AGDF und EAK.  

Aus diesem Grund wurden beide Organisationen aktiv und riefen als Mitorganisator*innen zu einer Friedensdemonstration vor dem Brandenburger Tor in Berlin auf. Mit knapp 200 Menschen und vor allem einer Vielzahl von Presse- und Medienvertreter*innen war die Demonstration ein Erfolg: dpa, rbb und das ZDF veröffentlichten Beiträge.

Und auch wenn die Gefahr eines Kriegsausbruches temporär gebannt zu sein scheint, ist die Forderung an die Bundesregierung, als Vermittlerin in diesem Konflikt tätig zu werden, weiterhin aktuell.

Eine solche Aufgabe nahm sie in diesen Tagen im Libyen-Konflikt ein: Am vergangenen Wochenende fand ein Treffen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs in Berlin statt, um den Versöhnungsprozess in und für Libyen voranzubringen. Solche Schritte und Prozesse sollten ausgebaut und verstetigt werden – so könnte Deutschland eine solche Rolle, die den Fokus auf zivile Konfliktbearbeitung legt, auch im Konflikt zwischen den USA und dem Iran einnehmen – das ist und bleibt auch die Forderung der EAK.

Mit dieser Forderung und dem Positivbeispiel wünschen wir Ihnen und Euch eine gute Lektüre, freuen uns auf Rückmeldungen und sehen sicher den ein oder die andere bei der Konferenz für Friedensarbeit in Bad Boll.

Maike Rolf und Max Weber

Referent*innenteam für die EAK

 

 

Aus der Arbeit der EAK

Kein Krieg zwischen den USA und dem Iran

Knapp 200 Menschen haben am Samstag vor dem Brandenburger Tor in Berlin an der Kundgebung gegen einen Krieg zwischen den USA und dem Iran teilgenommen. "Wir stehen weder auf Seite der US-Regierung noch auf der, der iranischen Machthaber – wir stehen auf der Seite der Bevölkerung in der Region und auf der Seite des Friedens. Wir fordern eine gewaltfreie und zivile Konfliktlösung", hieß es in dem Aufruf zu der Kundgebung.

Aufruf zur Kundgebung „Kein Krieg zwischen den USA und dem Iran!“

(08.01.2020) „Kein Krieg zwischen den USA und dem Iran!“, so lautet das Motto eines Aufrufs aus der Friedensbewegung zu einer Kundgebung am kommenden Samstag, 11. Januar, am Brandenburger Tor in Berlin. Anlass ist die drohende Kriegsgefahr in der Golfregion, nachdem von einer Drohne der US-Armee ein iranischer General gezielt getötet wurde und der Iran zwei Militärbasen im Irak angriff.

"Frieden in Bewegung" - in 80 Etappen von Dänemark an den Bodensee

Die NaturFreunde Deutschlands veranstalten eine Friedenswanderung quer durch Deutschland von Dänemark bis zur Schweiz unter dem Motto „Frieden in Bewegung“ im Zeitraum von Mai bis Juli in diesem Jahr. Die Wanderung orientiert sich am Europäischen Fernwanderweg E1 und wird über ca. 80 Tagesetappen à 15–30 km durch ganz Deutschland sowie durch Teile Österreichs und der Schweiz führen.

Pressemitteilung: Zahl der Minderjährigen in der Bundeswehr bleibt hoch

Bonn/ Stuttgart, 14.01.2020.

 

Wissenswertes

EKD-Friedensbeauftragter „tief besorgt“ über drohende Eskalation im Golf

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat sich tief besorgt über eine drohende Eskalation in der Golfregion gezeigt. „Die Gefahr eines Krieges ist nach dem US-Angriff auf einen iranischen General wohl gestiegen“, befürchtet der evangelische Theologe. Dazu gehört bei ihm auch die große Sorge vor einer gefährlichen Spirale von Rache und Vergeltung, die den Konflikt noch verschärfen könnte. „Gerade als Kirchen können wir dazu nicht schweigen “, mahnt Brahms.

AGDF: Kirche muss Gewaltfreiheit in einer Welt voller Gewalt nachdrücklich betonen

(02.01.2020) Angesichts der Herausforderungen für den Frieden in der Welt muss es nach Ansicht der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) die Aufgabe der Kirchen sein, das Prinzip der Gewaltfreiheit in einer Welt voller Gewalt nachdrücklich zu betonen. „Christinnen und Christen stehen in der Nachfolge des Friedensfürsten Jesus Christus, der die Botschaft der Gewaltfreiheit verkündet und gelebt hat. Und sie vertrauen darauf, dass Menschen, aber auch Staaten in der Lage sind, Konflikte konstruktiv und gewaltfrei zu lösen“, so Christine Busch, die AGDF-Vorsitzende.

 

Veranstaltungen

Einladung zur Zukunftswerkstatt am 20.03.2020, 18.00 Uhr bis 22.03.2020 13.30 Uhr in der Evang. Tagungsstätte Hofgeismar

  • Du hältst bzw. Sie halten die jährliche Ökumenische FriedensDekade (ÖFD) für unverzichtbar, um Themen zu Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfung bewahren in Kirche und Gesellschaft zu bringen?
  • Du kennst und nutzt / Sie kennen und nutzen die Materialien zur ÖFD?
  • Du hast / Sie haben Ideen für Veränderungen zu Fragen wie:
    • Wie kann der Nutzen der Materialien erhöht werden?
    • Wie können neue Kirchengemeinden und Gruppen erreicht werden?
    • Wie kann generell die Kommunikation und Partizipation verbessert werden?

Aufruf: zur Gewaltfreien Mahn- und Protestaktion „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Ostersamstag 2020 in Unterlüss / Südheide“

Ostern 2020 sind bereits 75 Jahre seit der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen vergangen und 60 Jahre nach dem ersten Ostermarsch gegen Atomwaffen nach Bergen-Hohne.

Am 15. April 1945 wurde das Konzentrationslager Bergen-Belsen befreit. 52 000 Menschen starben in dem Lager aufgrund der Haftbedingungen – für andere war es eine Durchgangsstation in ein Vernichtungslager.

 

 

 

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Mit herzlichen Grüßen,
Maike Rolf und Max Weber

Referent*innen-Team der EAK

 

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