EAK Rundbrief Juli 2019

Liebe Leser*innen,

noch gefüllt mit vielen Eindrücken vom Kirchentag in Dortmund wollen wir uns bei Ihnen und Euch für Ihre und Eure vielseitige Unterstützung und das Interesse vor, während und nach dem Kirchentag bedanken. Die Rückmeldungen waren sehr positiv und viele Menschen konnten u.a. durch das EAK-Projekt „Safe Passage“ und die Publikation „Gegen Rüstungsexporte und Migrationsabwehr“ erreicht werden. Auch die Geschäftsstelle war in vollem Einsatz und konnte die Nachbereitungen inzwischen gut abschließen.

Das Thema Seenotrettung, das in unmittelbarem Bezug auch zum EAK-Projekt besteht, hat sprichwörtlich besonders hohe Wellen geschlagen. So wurde unter anderem nach der Veranstaltung „Gemeinsam für offene Häfen in Europa“ die Petition „Schicken wir ein Schiff!“ mit großer Resonanz initiiert. Unterzeichnet werden kann sie hier: http://chng.it/gXKTDp2ZVf. Und: Die EKD hat bereits reagiert und einen Arbeitsprozess mit weiteren Partner*innen gestartet, um die Möglichkeit zu prüfen, tatsächlich ein eigenes Rettungsschiff der Kirche ins Mittelmeer zu schicken (siehe u.a.: https://bit.ly/32ka24g). 

Am vergangenen Wochenende stand bereits der nächste friedenspolitische Höhepunkt an: Der Aktionstag gegen die in Deutschland gelagerten Atomwaffen in Büchel. Dort demonstrierten knapp 1000 Menschen und feierten u.a. einen Gottesdienst mit der ehem. EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann sowie Kirchenrätin Pfarrerin Anja Vollendorf, Friedensbeauftragte der EKiR. Auch weitere Friedensbeauftragte waren, teils mit Informationsständen, vor Ort.

Nun blicken wir schon auf die kommenden Veranstaltungen im Herbst. Neben der EKD-Synode im November in Dresden wird ein weiterer Fokus auf der Vorbereitung und Durchführung der EAK-Herbsttagung in Nürnberg liegen. Der öffentliche Studientag mit dem Titel „Gut miteinander auskommen“ zum Thema Friedensbildung wird dabei hauptverantwortlich von kokon organisiert. Wir laden Sie und Euch herzlich zur Teilnahme und Weiterverbreitung ein! Anmeldungen erbitten wir bis zum 31.07.2019, spätestens jedoch bis zum 15.08.2019 unter https://www.arbeitsstelle-kokon.de/gut-miteinander-auskommen.

An dieser Stelle möchten wir uns auch für die technische Störung entschuldigen, die zu dem um eine Woche verspäteten Versand des letzten Newsletters geführt hat. Wir sind hierzu mit den technisch Verantwortlichen im Gespräch und hoffen, dass die Probleme für die Zukunft behoben werden konnten.

Auch aus der Geschäftsstelle gibt es Neuigkeiten: seit Anfang Juli ist das Referent*innen-Team als „Tandem“ für die EAK wieder komplett. Nach einem sechsmonatigen Studienaufenthalt in Südafrika ist Max Weber zurück in Deutschland und wieder Teil der Bonner Geschäftsstelle. Von nun an arbeiten wir beide mit jeweils 50% für Sie und Euch und freuen uns auf die kommende Zeit.

Sie erreichen/ Ihr erreicht uns sowohl per Mail als auch per Telefon und Handy:

Maike Rolf:
rolf [at] eak-online.de
Büro: +49 (0)228 249 99 -29
Mobil: +49 (0)151 7273 4062

Max Weber:
weber [at] eak-online.de
Büro: +49 (0)228 249 99 -29
Mobil: +49 (0)160 91933 181

Wir wünschen Ihnen und Euch viel Freude beim Lesen des Newsletters.

Herzliche Grüße aus der Geschäftsstelle

Ihre und Eure
Maike Rolf und Max Weber

Referent*innen-Team der EAK

 

Inhaltsverzeichnis

 

  • „Schicken wir ein Schiff!“
  • Social-Media-Beiträge der EKD zum #Frieden
  • Margot Käßmann: „Zum Frieden aufrufen ist Aufgabe der Kirchen“
  • „Friedrich Siegmund-Schultze darf nicht in Vergessenheit geraten“
  • Erinnern und Versöhnen - Gottesdienst
  • Renke Brahms: Artikel 16 des Augsburger Bekenntnisses erfordert eine kritische Auseinandersetzung
  • Fernando Enns: Entschlossener den Weg der Gerechtigkeit und des Friedens gehen
  • Deutliches Signal für Abrüstung, Gewaltfreiheit und Frieden
  • Renke Brahms in Dortmund: „Vertrauen schafft Frieden“
  • Friedensdorf mit viel Zulauf beim Markt der Möglichkeiten
  • Landesbischof Meister: „Jede Migrantin, jeder Migrant ist unsere Schwester, ist unser Bruder“
  • Brahms: „Von der Hoffnung erzählen, die uns trägt“
  • AGDF: Kirchentag soll Impuls für eine Ächtung von Atomwaffen an die EKD-Synode senden
  • EKD-Ratsvorsitzender nimmt an Menschenkette teil
  • Renke Brahms: Frieden ist Thema in der Mitte des Dortmunder Kirchentages
  • Gewaltfrei die Welt gestalten - Tagung zum 50. Todestag von Friedrich Siegmund-Schultze
  • Gut miteinander auskommen - Impulstag zu Friedensbildung in Schule und Gemeinde
  • OeC-Studienfahrt nach Oberschlesien - "Wer Frieden gewinnen will, muss Freunde gewinnen" (Karl Dedecius)
  • Friedensarbeit in der ELKB - Reader zur Vorbereitung der Frühjahrssynode 2019

 

 

 Wissenswertes

 

„Schicken wir ein Schiff!“

Am Weltflüchtlingstag haben wir beim 37. Deutschen Ev. Kirchentag in Dortmund in der großen Westfalenhalle bei der Veranstaltung „Gemeinsam für offene Häfen in Europa“ Mattea Weihe von der Sea-Watch zur Situation auf dem Mittelmeer gehört: „Weil keine Rettungsschiffe durch die Gewässer fahren, die Rettungen durchführen, steigt die Todesrate weiter, wenn wir nicht jetzt handeln. Wir brauchen wieder Schiffe, die Sorge tragen können, dass der nächste Weltflüchtlingstag gebührend gefeiert werden kann.

 

Social-Media-Beiträge der EKD zum #Frieden

Was kann die Kirche zum Frieden in der Welt beitragen? Wie friedvoll ist die Kirche selbst? Über die drängenden Fragen des Friedens wollen EKD-Synodale und Synodale der einzelnen evangelischen Landeskirchen, Wissenschaftler und friedensbewegte Menschen ins Gespräch kommen – in einem breit angelegten Konsultations- und Diskussionsprozess unter dem Motto „Auf dem Weg zu einer Kirche der Gerechtigkeit und des Friedens“. Dieser führt hin zur EKD-Synode 2019, die sich dem Schwerpunktthema Frieden widmet.

 

Margot Käßmann: „Zum Frieden aufrufen ist Aufgabe der Kirchen“

Rund 1000 Christinnen und Christen haben am Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Eifel deutlich vernehmbar ihre Stimme erhoben für den Frieden und für eine atomwaffenfreie Welt. Genau zwei Jahre nach der Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags feierten sie vor dem Toren des Luftwaffenstützpunktes, wo die letzten Atomwaffen in Deutschland lagern, einen Gottesdienst, unterstrichen aber auch die Forderung nach einer baldigen nuklearen Abrüstung.

 

„Friedrich Siegmund-Schultze darf nicht in Vergessenheit geraten“

Die evangelische Friedensarbeit hat an den Theologen Friedrich Siegmund-Schultze, der vor 50 Jahren verstorben ist, erinnert und sein friedensethisches Wirken und gewaltfreies Handeln gewürdigt. „Friedrich Siegmund-Schultze ist einer der ganz großen Friedensethiker, dessen Arbeiten es verdient hätten, dass sie wieder stärkere Beachtung nicht nur in der Theologie finden würden“, betont Renke Brahms, der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

 

Erinnern und Versöhnen - Gottesdienst

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder, 

 

Renke Brahms: Artikel 16 des Augsburger Bekenntnisses erfordert eine kritische Auseinandersetzung

Eine kritische Auseinandersetzung mit den Aussagen des Artikels 16 des Augsburgischen Bekenntnisses, wonach Christen rechtmäßig Kriege führen dürfen und diejenigen, die dem widersprechen, verdammt seien, hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, angemahnt. Dies könnte dann auch ein guter Anlass sein für eine Diskussion über die Frage der Schuldverstrickung bei der Übernahme von Verantwortung in Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit, betonte Brahms bei einer Sonntagsvorlesung im Wittenberger Predigerseminar.

 

Fernando Enns: Entschlossener den Weg der Gerechtigkeit und des Friedens gehen

Der mennonitische Theologe Professor Dr. Fernando Enns hat auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund die Christinnen und Christen aller Konfessionen dazu aufgerufen, entschlossener den Weg der Gerechtigkeit und des Friedens zu gehen, auf Gewalt verzichtend und den Finger in die Wunden der Ungerechtigkeit legend.

 

Deutliches Signal für Abrüstung, Gewaltfreiheit und Frieden

Es ist ein deutliches Signal für Abrüstung, Gewaltfreiheit, zivile Konfliktbearbeitung und Frieden, das die rund 2500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Menschenkette beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund aussandten. „Vertraue dem Frieden und lebe ihn“ machten die Menschen deutlich, die eine Kette von der Westfalenhalle bis zum Dortmunder Stadtgarten bildeten. Und so die Forderung nach einem Ende der Rüstungsexporte, der nuklearen Aufrüstung unterstützten. 

 

Renke Brahms in Dortmund: „Vertrauen schafft Frieden“

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat Christinnen und Christen dazu aufgerufen, Gefährdungen des Friedens offen und klar auszusprechen und gleichzeitig die Freudenbotschaft vom Vertrauen und Gottes Schöpfung zu verkünden. „Jesus hat immer alle zu Wort und Wert kommen lassen, über viele Grenzen hinweg vertrauensbildend gewirkt aus seinem Geist der Liebe“, so Brahms in seiner Predigt beim Feierabendmahl „Den Frieden feiern“ in der Kirche St. Nicolai beim Kirchentag in Dortmund.

 

Friedensdorf mit viel Zulauf beim Markt der Möglichkeiten

Viel Zulauf gibt es beim „Friedensdorf“ der evangelischen Friedensarbeit auf dem Markt der Möglichkeiten, wo sich zahlreiche Friedensgruppen und Landeskirchen präsentieren. Auch der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms stattete dem Friedensdorf einen Besuch ab und nutzte die Gelegenheit zu Gesprächen mit Besucherinnen und Besuchern. 
(Dieter Junker)

 

Landesbischof Meister: „Jede Migrantin, jeder Migrant ist unsere Schwester, ist unser Bruder“

Der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, hat Christinnen und Christen aufgerufen, nicht nachzulassen in der Hilfe für Menschen, die vor Krieg und Gewalt fliehen und Schutz suchen. „Jede Migrantin, jeder Migrant, der aus Not seine Heimat verlässt, ist unsere Schwester, ist unser Bruder“, betonte Meister beim Gottesdienst der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund. 

 

Brahms: „Von der Hoffnung erzählen, die uns trägt“

Der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms hat auf dem Podium einer Veranstaltung beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund betont, dass es die Aufgabe von Christen sei, eine friedensethische Debatte zu führen und zu ermutigen, sich in soziale und politische Prozesse einzumischen sowie sich in Kirche, Friedensgruppen oder die Entwicklungsarbeit einzubringen. „Dazu gehört auch, von der Hoffnung zu erzählen, die uns trägt“, fügte er im Panel „#NonviolenceWorks – Make Peace Possible!“ im International Peace Center hinzu.

 

AGDF: Kirchentag soll Impuls für eine Ächtung von Atomwaffen an die EKD-Synode senden

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dortmund sollen die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland auffordern, bei ihrer Tagung im November 2019 in Dresden einen Beschluss zur Ächtung von Atomwaffen und gegen die nukleare Abschreckung als eine „heute noch mögliche“ ethisch verantwortbare Sicherheitspolitik zu verabschieden sowie die Bundesregierung auffordern, umgehend den UN-Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen.

 

EKD-Ratsvorsitzender nimmt an Menschenkette teil

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der bayerische Landesbischof Professor Dr. Heinrich Bedford-Strohm, wird an der Menschenkette „Vertraue dem Frieden und lebe ihn“ beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund teilnehmen und zum Start auch ein Wort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Friedensaktion richten. 

 

Renke Brahms: Frieden ist Thema in der Mitte des Dortmunder Kirchentages

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, hofft auf wichtige Impulse zu Fragen von Frieden und Sicherheit beim kommenden Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund. „Wir erleben eine Welt voller Gewalt und Konflikte. Es droht eine neue nukleare Rüstungsspirale, gleichzeitig werden in Europa die Grenzen geschlossen für Menschen, die vor Krieg und Gewalt fliehen. Das alles sind besorgniserregende Entwicklungen“, mahnt der Theologe. 

 

Veranstaltungen

Gewaltfrei die Welt gestalten - Tagung zum 50. Todestag von Friedrich Siegmund-Schultze

Tagung 26.-28.07.2019, Internationaler Versöhnungsbund

 

Gut miteinander auskommen - Impulstag zu Friedensbildung in Schule und Gemeinde

Montag, 30. September 2019, (10:30 - 17:00 Uhr)
Tagungsort: Eckstein Nürnberg Burgstr. 1-3, Nähe Hauptmarkt (10 Minuten vom Hauptbahnhof)

 

OeC-Studienfahrt nach Oberschlesien - "Wer Frieden gewinnen will, muss Freunde gewinnen" (Karl Dedecius)

18.-24. September 2019, nach Oberschlesien

 

Publikationen
 

Friedensarbeit in der ELKB - Reader zur Vorbereitung der Frühjahrssynode 2019

Der Reader stellt den Mitgliedern der Landessynode Arbeitsmaterialien für die Synodenarbeit zur Verfügung.
Die vorliegende Fassung wurde vom Landessynodalausschuss beschlossen.

Der Reader zur Friedensarbeit der ELKB ist im Vorfeld zur Synode 2019 in Lindau/Bodensee entstanden. Er stellt eine wichtige Grundlage für die Erarbeitung eines Friedenskonzepts der ELKB dar.

 

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Mit herzlichen Grüßen,
Max Weber

Referent der EAK

 

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