EAK Rundbrief Juni 2018

FRIEDE SEI IHR ERST GELÄUT…

Europaweites Glockengeläut am Weltfriedenstag 21. September 2018

In diesem Jahr wird mit vielfältigen Aktionen das „Europäische Kulturerbejahr – Sharing Heritage“ begangen. Ein prägendes Kulturelement in Europa sind Glocken. In Kirchen und Rathäusern, auf Friedhöfen und an Gedenkorten sind sie ein hör- und sichtbares Zeichen des europäischen Wertefundaments. So kamen die Veranstalten des Kulturerbejahres auf die Idee, alle Glockeneigentümer Europas unter dem Motto „FRIEDE SEI IHR ERST GELÄUTE“ am Internationalen Friedenstag, dem 21. September 2018 von 18:00-18:15 Uhr Mitteleuropäischer Zeit zu einem Europaweiten Glockenläuten einzuladen.

Im Jahr 2018 gibt es historische Anlässe, des Friedens zu gedenken: das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, Ausbruch und Ende des 30-jährigen Krieges 1618-1648, -und die aktuelle Lage der Welt braucht das Gebet und klare Geläut für den Frieden. „Friede sei ihr erst Geläute“ kann genutzt werden, um am 21. September um 18 Uhr im Rahmen eines Friedensgebets oder einem stillen Lauschen auf den Klang des Geläuts Glocken für den Frieden erklingen zu lassen. Nähere Informationen zum Weltkulturerbejahr: https://sharingheritage.de/projekte/friede-sei-ihr-erst-gelaeute-ringing...

Gebetsvorschläge und Andachtselemente ab 15.6.2018 hier: http://www.zentrum-oekumene.de/de/themen/frieden/europaeisches-glockengelaeut.html#c1156

Sabine Müller-Langsdorf
Ev. Kirche Kurhessen-Waldeck

 

Inhaltsverzeichnis

  • AGDF und EAK kritisieren Selbstdarstellung der Bundeswehr
  • Verleihung des "Friedrich Siegmund-Schultze Förderpreises für gewaltreies Handeln"
  • Friedensdienst Eirene erhält Evangelischen Friedenspreis 2018
  • EKD-Friedensbeauftragter: Anschaffung von Drohnen nochmals überdenken
  • EKD-Friedensbeauftragter: Rüstungsexporte müssen endlich deutlich reduziert werden
  • Bischof Ackermann: „Nicht an die nukleare Abschreckung gewöhnen“
  • AGDF: Gewaltakteure im Nahen Osten klar benennen und Friedensinitiativen unterstützen
  • AGDF: Gewaltakteure im Nahen Osten klar benennen und Friedensinitiativen unterstützen
  • Völlig unpassende Vereinnahmung von Erasmus von Rotterdam durch AfD
  • Bischof Ralf Meister und „Brot für die Welt“ fordern eine öffentliche Debatte zu Rüstungsexporten aus Deutschland
  • Aktion Sühnezeichen Friedensdienste verurteilt geschichtsrevisionistische Äußerungen
  • Aufruf zum Aktionstag am Fliegerhorst Büchel/Eifel
  • "Frieden geht" - Staffellauf gegen Rüstungsexporte von Oberndorf nach Berlin führt durch Baden
  • Studientag und Netzwerktreffen der Ökumenischen Konsultation Gerechtigkeit und Frieden in Fulda
  • Politisch aktiv sein und bleiben Handbuch Nachhaltiger Aktivismus

 

EAK relevante Meldungen/Aus der Arbeit der EAK

AGDF und EAK kritisieren Selbstdarstellung der Bundeswehr

Die evangelische Friedensarbeit hat die Selbstdarstellung der Bundeswehr beim „Tag der Bundeswehr“ am kommenden Wochenende in Deutschland und in den vergangenen Tagen bei Landesfesten scharf kritisiert und der Bundeswehr dabei „eine Verharmlosung des Militärs und des militärischen Auftrags“ vorgeworfen. 

 

Verleihung des "Friedrich Siegmund-Schultze Förderpreises für gewaltreies Handeln"

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) laden Sie herzlich zur Verleihung des Friedrich-Siegmund-Schultze Förderpreises für gewaltfreies Handeln am Dienstag, den 09. Oktober 2018 nach Berlin ein.

 

Friedensdienst Eirene erhält Evangelischen Friedenspreis 2018

Der Internationale Christliche Friedensdienst Eirene in Neuwied erhält den in diesem Jahr erstmals als „Evangelischer Friedenspreis“ verliehenen Friedrich Siegmund-Schultze-Förderpreis der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK). Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt gewaltfreies Handeln und ist in diesem Jahr Teil der Aktivitäten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.

 

Wissenswertes

EKD-Friedensbeauftragter: Anschaffung von Drohnen nochmals überdenken

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, steht der Absicht der Bundesregierung, die Bundeswehr mit waffenfähigen Drohnen auszustatten, „sehr kritisch“ gegenüber. „Hier sind völkerrechtliche, aber auch ethische Fragen in Bezug auf Kampfdrohnen noch völlig ungeklärt, um eine solche Entscheidung zu treffen“, warnt der Leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche. Zudem stehe damit längerfristig auch im Raum, dass Deutschland dem Trend zu automatisierten und autonomen Waffensystem Vorschub leiste.

 

EKD-Friedensbeauftragter: Rüstungsexporte müssen endlich deutlich reduziert werden

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, hat sich für ein verbindliches Rüstungsexportkontrollgesetz ausgesprochen, um damit die bisherige nicht transparente, oft willkürliche und immer mehr ausufernde Praxis der Exportgenehmigungen zu beenden. „Hier ist die neue Bundesregierung gefordert, endlich verbindliche Richtlinien vorzulegen und rasch tätig zu werden“, forderte der EKD-Friedensbeauftragte zum Start des Staffellaufes „Frieden geht“ von Oberndorf nach Berlin. 

 

Bischof Ackermann: „Nicht an die nukleare Abschreckung gewöhnen“

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat davor gewarnt, sich an die nukleare Abschreckung zu gewöhnen. „Es ist höchste Zeit, dass die von den Atommächten gegebenen Versprechen zur nuklearen Abrüstung endlich erfüllt werden“, betonte der Trierer Oberhirte, der auch Vorsitzender der Kommission Justitia et Pax, einer Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken zur Förderung von Entwicklung, Menschenrechten und Frieden, ist.

 

AGDF: Gewaltakteure im Nahen Osten klar benennen und Friedensinitiativen unterstützen

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) befürchtet angesichts der jüngsten Entwicklungen eine weitere Zunahme der Gewalt im Nahen Osten und sieht die Chancen für eine friedliche Lösung der Konflikte schwinden. Für den Friedensverband ist es daher jetzt wichtig, Friedensinitiativen vor Ort zu unterstützen und zu stärken.

 

AGDF: Gewaltakteure im Nahen Osten klar benennen und Friedensinitiativen unterstützen

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) befürchtet angesichts der jüngsten Entwicklungen eine weitere Zunahme der Gewalt im Nahen Osten und sieht die Chancen für eine friedliche Lösung der Konflikte schwinden. Für den Friedensverband ist es daher jetzt wichtig, Friedensinitiativen vor Ort zu unterstützen und zu stärken.

 

Völlig unpassende Vereinnahmung von Erasmus von Rotterdam durch AfD

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat die Pläne der AfD, die „Desiderius-Erasmus-Stiftung“ als parteinahe Stiftung anzuerkennen, scharf kritisiert. „Erasmus von Rotterdam steht für Weltoffenheit, Toleranz, Humanität, Frieden. Und damit für Werte, die von der AfD regelmäßig mit Füßen getreten werden“, macht Jan Gildemeister, der Geschäftsführer des Friedensverbandes, deutlich. Er forderte die Partei auf, die entsprechenden Pläne aufzugeben und die beiden bereits bestehenden AfD-nahen „Erasmus-Stiftungen“ umzubenennen.

 

Bischof Ralf Meister und „Brot für die Welt“ fordern eine öffentliche Debatte zu Rüstungsexporten aus Deutschland

Auf Antrag der Grünen beschäftigt sich der Landtag in Niedersachsen mit Rüstungsexporten aus Niedersachsen. Der Bischof der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, und auch „Brot für die Welt“ äußern sich sehr kritisch zu Rüstungsexporten und fordern eine öffentliche Debatte dazu ein.
Ausschnitte aus dem Interview mit dem Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers Ralf Meister und dem Rundblick - Politikjournal für Niedersachsen sind in der PDF-Datei  im vollen Wortlaut zu lesen.

 

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste verurteilt geschichtsrevisionistische Äußerungen

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) verurteilt die erneuten geschichtsrevisionistischen Äußerungen Alexander Gaulands beim Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation am 2. Juni im thüringischen Seebach. Dort behauptete Gauland, Hitler und die Nazis seien nur ein „Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“.

 

Veranstaltungen

Aufruf zum Aktionstag am Fliegerhorst Büchel/Eifel

am 7. Juli 2017 haben 122 Staaten der UN-Generalversammlung einen Vertrag zum Verbot der Atomwaffen beschlossen. Das hat eine Projektgruppe aus den Landeskirchen in Bayern, Württemberg, Baden, der Pfalz, Hessen und Nassau sowie aus dem Rheinland zum Anlass genommen ein Jahr später zu einem ökumenisch-kirchlichen Aktionstag gegen die in Büchel stationierten Atomwaffen aufzurufen. Der Aufruf ist beigefügt.

 

"Frieden geht" - Staffellauf gegen Rüstungsexporte von Oberndorf nach Berlin führt durch Baden

Karlsruhe/Oberndorf/Berlin. Für mehr staatliche Investitionen in zivile Konfliktbewältigung, die Konversion der deutschen Rüstungsindustrie und gegen Rüstungsexporte hat sich der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, ausgesprochen. Anlass war der Ausblick auf den bundesweiten Staffellauf gegen Rüstungsexporte, der am 21. Mai in Oberndorf, am Sitz des Waffenherstellers Heckler&Koch, startet und über 1100 Kilometer in 83 Etappen zum Gehen, Joggen, Marathonlaufen und Radfahren nach Berlin führt.

 

Studientag und Netzwerktreffen der Ökumenischen Konsultation Gerechtigkeit und Frieden in Fulda

Die Ökumenische Konsultation Gerechtigkeit und Frieden (ÖKGF) lädt ein zu einem Studientag, der auf der Grundlage der Charta von Paris (1990) und der Charta Oecumenica (2001) zentrale Themen der Zukunft Europas konstruktiv aufgreifen wird. Vor allem geht es um aktuelle Entwicklungen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der EU. Ein Ergebnis sollen Ideen für Wahlprüfsteine und Anregungen für Veranstaltungen mit Kandidaten und Kandidatinnen des EP sein, die sich kritischen Fragen im Vorfeld der Europawahlen stellen.

 

Veröffentlichungen/Publikationen

Politisch aktiv sein und bleiben Handbuch Nachhaltiger Aktivismus

Die politischen und persönlichen Herausforderungen nehmen für engagierte Menschen stetig zu. Wie können wir – ohne auszubrennen – mit diesen Umständen klug umgehen? Was macht Aktivist*innen wie auch soziale Bewegungen widerstandsfähiger, kreativer und erfolgreicher? Wie sieht es mit der feinen Balance zwischen individueller Selbstverwirklichung und kollektiver Befreiung aus?

 

Impressum 


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