EAK Rundbrief Oktober 2019

Liebe Leser*innen,

der im letzten Rundbrief angekündigte Studientag der EAK war ein voller Erfolg! Rund 100 Personen nahmen an unserem, diesmal öffentlichen, Studientag zum Thema Friedensbildung teil.
Zahlreiche Impulse, Materialien und Kontakte konnten vermittelt und geknüpft werden unter anderem zu der Ausstellung „Frieden geht anders“ des Zentrums Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau, zum W-I-R-Projekt des Fränkischen Bildungswerkes in Nürnberg, zu Cybermobbing, dem no-blame-approach als Ansatz um Mobbing zu begegnen, zu Mediation an Grundschulen, zu Rüstungsexporten und weiteren spannenden Themen.

Anschließend wurde das Format in der Herbsttagung der EAK evaluiert. Die Evaluation war geprägt von positiven Eindrücken und es kristallisierte sich der klare Wunsch heraus, ähnliche Formate in Zukunft durchzuführen. Der nächste Studientag der EAK wird im Oktober 2020 in Leipzig stattfinden und zusammenfallen mit der Verleihung des Friedrich-Siegmund-Schulze Förderpreises für gewaltfreies Handeln. Dazu sind Sie bereits an dieser Stelle herzlich eingeladen!

Die EKD-Synode steht nun, nach vielen Vorbereitungen, vor der Tür.
Den Link zum friedenstheologischen Lesebuch als pdf-Dokument finden Sie noch einmal hier: https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/Lesebuch-Synode-2019.pdf.
Vor Ort wird die evangelische Friedensarbeit mit einem Doppelstand direkt gegenüber des großen Saals vertreten sein. Wir freuen uns, Sie dort begrüßen zu dürfen!
Im Vorfeld der Synode hat außerdem die Landeskirche Baden die Aktion „Friedenstheologisches Lesebuch im Dialog“ gestartet. Leser*innen können Kommentare zu den Artikeln des Lesebuchs verfassen und diese an die EKiBa senden, die sie dann auf ihrer Homepage veröffentlicht.

Eine gute Lektüre wünschen Ihnen

Max Weber und Maike Rolf

Referent*innen-Team der EAK-Geschäftsstelle

 

Inhaltsverzeichnis

  • EAK unterstützt Friedensradtour: Kein Krieg gegen Iran
  • EAK: Kritik an Rekrutierung Minderjähriger und an Rüstungsexporten stärker in gesellschaftliche Debatte einbringen
  • EAK Herbsttagung
  • EAK Frühjahrstagung
  • EAK Pressemitteilung „Gerechtigkeit und Liebe sind die besten Mittel gegen Gewalt“
  • Rundbrief »KDV im Krieg«, September 2019
  • EKD-Friedensbeauftragter warnt vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten
  • AGDF: Zivilbevölkerung und Geflüchtete werden den Machtinteressen geopfert
  • Widerstandskämpfer und Deserteure: Motive, Schicksale - und spärliche Erinnerung
  • International: Die Macht der Gewaltlosigkeit feiern
  • Über 56 deutsche und internationale Organisationen fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition
  • AGDF zieht eine positive Bilanz ihres Jubiläumsjahres
  • Bund für Soziale Verteidigung ist neues Mitglied der AGDF
  • AGDF: Friedenssynode der EKD in Dresden soll Gewaltfreiheit stärken
  • AGDF: EKD-Synode soll Atomwaffen ächten
  • 12. Tagung des Norddeutschen Netzwerkes Friedenspädagogik: Brücken und Brüche – Friedensbildung in unserer vielfältigen Gesellschaft
  • Symposium „Feministische Friedensarbeit: Reflexion. Organisation. Thema – ‚Gender‘ und ‚Intersektionalität‘ als Chancen der antimilitaristischen und pazifistischen Arbeit“
  • Arbeitsstelle Frieden der Badischen Landeskirche startet die Aktion „Friedenstheologisches Lesebuch im Dialog“
     

 

 

EAK relvante Meldungen/Aus der Arbeit der EAK

 

EAK unterstützt Friedensradtour: Kein Krieg gegen Iran

Mit größter Sorge und Betroffenheit verfolgen wir die wachsende Gefahr eines Krieges gegen den Iran und die Diskussion um die Beteiligung der Bundeswehr an einer militärischen Mission in der Straße von Hormus. Wir fordern die Bundesregierung mit Nachdruck dazu auf, alles zu tun, um den drohenden Krieg zu verhindern. Ein Krieg gegen den Iran würde nicht nur für die iranische Bevölkerung verhängnisvoll sein und abertausende menschliche Opfer bringen. Er ist geeignet, die gesamte Region des Mittleren und Nahen Ostens für einen längeren Zeitraum ins Chaos zu stürzen.
 

EAK: Kritik an Rekrutierung Minderjähriger und an Rüstungsexporten stärker in gesellschaftliche Debatte einbringen

(2.10.2019) Die Kritik an der Rekrutierung Minderjähriger durch die Bundeswehr wie auch die Frage nach dem Zusammenhang von Rüstungsexporten und der Migration will die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) stärker in die gesellschaftliche Debatte einbringen. Dafür sprach sich die Mitgliederversammlung der EAK in Nürnberg aus.
 

EAK Herbsttagung

9. Oktober 2020 EAK Herbsttagung
10. Oktober 2020 Studientag in gemeinsamer Trägerschaft EAK mit ESG Leipzig und Bundes-ESG
10. Oktober 2020 (abends) Verleihung des Evangelischen Friedenspreises/Friedrich Siegmund-Schultze Preis für gewaltfreies Handeln

 

EAK Frühjahrstagung

21.-22. April 2020

 

EAK Pressemitteilung „Gerechtigkeit und Liebe sind die besten Mittel gegen Gewalt“

(1.10.2019) Gerechtigkeit und Liebe sind die besten Mittel gegen Gewalt. Dies betonte der Kriminologe Professor Dr. Christian Pfeiffer bei einem Impulstag zu Friedensbildung in Schule und Gemeinde in Nürnberg. Eine wichtige Rolle spielen seiner Auffassung nach dabei auch Lehrerinnen und Lehrer, die bei den Schülerinnen und Schülern Leidenschaften und damit die Lust auf das Leben wecken sollten, so der frühere niedersächsische Justizminister.

 

 

Kriegsdienstverweigerung (KDV)

 

Rundbrief »KDV im Krieg«, September 2019

Der neue Rundbrief über die Situation von Kriegsdienstverweiger*innen "KDV im Krieg" von Connection e.V. ist erschienen.
In der September-Ausgabe 2019 finden sich Beiträge zur antimilitaristischen Arbeit, zu Rekrutierung, Verweigerung und Asyl zur Arbeit von Connection e.V. zu Kolumbien, Türkei, Israel, Turkmenistan und der aktuelle Bericht des UN-Menschenrechtsrates zur Kriegsdienstverweigerung.

 

Wissenswertes

 

EKD-Friedensbeauftragter warnt vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten

(11.10.2019) Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, hat den Einmarsch türkischer Truppen in Syrien scharf kritisiert und vor einer weiteren Eskalation in dieser Krisenregion gewarnt. Gleichzeitig forderte der Theologe die Bundesregierung auf, zusammen mit den anderen EU-Staaten, aber auch im UN-Sicherheitsrat diplomatische Schritte zu unternehmen, um auf den NATO-Verbündeten Türkei einzuwirken, „dass die völkerrechtswidrige Invasion“ sofort beendet wird.
 

AGDF: Zivilbevölkerung und Geflüchtete werden den Machtinteressen geopfert

(14.10.2019) Mit dem erneuten Einmarsch türkischer Truppen und sogenannter befreundeter syrischer Milizen in Syrien hat die Türkei nach Ansicht der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) das Völkerrecht gebrochen und eine längere kriegerische Auseinandersetzung mit ungewissen Folgen begonnen. „Eines ist bereits klar: Opfer sind primär die Zivilbevölkerung und in der Türkei gestrandete Geflüchtete“, so Jan Gildemeister, der AGDF-Geschäftsführer.
 

Widerstandskämpfer und Deserteure: Motive, Schicksale - und spärliche Erinnerung

Auf dem Nordfriedhof in Dresden erinnern unscheinbare Grabstätten an Friedrich Olbricht und Hans Oster. Die Generäle waren als Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 hingerichtet worden. Denkmäler für Widerständler, Deserteure, Kriegsdienstverweigerer sind fast immer schmucklos und selten auffällig platziert.  Peter Richter und Norbert Haase beschreiben und analysieren diese "Erinnerungskultur" in ihrer Dokumentation "Denkmäler ohne Helden". Am 26. September ab 19.30 Uhr stellen die Autoren ihre Neuerscheinung in Dresden vor ("Richters Buchhandlung", Förstereistr. 44, 01099 Dresden).
 

International: Die Macht der Gewaltlosigkeit feiern

Die UN-Generalversammlung begann 2007 mit dem Gedenken an diesen Tag, um einerseits das Bewusstsein zu schärfen und andererseits die Öffentlichkeit über den Grundsatz der Gewaltlosigkeit aufzuklären. Um die Notwendigkeit der Gewaltfreiheit nicht nur zu betonen, sondern auch vertraglich festzuhalten, verabschiedeten die Staatsvertreter_innen aller UN-Mitgliedsländer eine Resolution. Die Resolution bekräftigt die universelle Relevanz der Gewaltfreiheit und das Ziel, eine „Kultur des Friedens, der Toleranz, des Verständnisses und der Gewaltlosigkeit“ zu schaffen.
 

Über 56 deutsche und internationale Organisationen fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition

(19.09.2019)

Nach jüngsten Meldungen, dass das Rüstungsexportmoratorium gegenüber Saudi-Arabien um weitere sechs Monate verlängert werden soll, fordert ein breites Bündnis von 56 zivilgesellschaftlichen Organisationen die Bundesregierung mit Nachdruck dazu auf, noch einen Schritt weiterzugehen:

 

AGDF zieht eine positive Bilanz ihres Jubiläumsjahres

(28.09.2019) Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat auf ihrer Mitgliederversammlung in Lehrte-Sievershausen eine positive Bilanz ihres Jubiläumsjahres gezogen. Der Friedensverband war 1968, also vor 50 Jahren, gegründet worden. Seit September vergangenen Jahres hatte es aus diesem Anlass über das Jahr verteilt zahlreiche Veranstaltungen gegeben.
 

Bund für Soziale Verteidigung ist neues Mitglied der AGDF

(28.09.2019) Der „Bund für Soziale Verteidigung“ (BSV) ist neues Mitglied der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Der BSV ist ein 1989 gegründeter pazifistischer Fachverband der deutschen Friedensbewegung zur Entwicklung von Alternativen zu Militär und Gewalt, dem mehr als 450 Einzelmitglieder sowie 40 Mitgliedsorganisationen angehören und der seinen Sitz in Minden hat. Bei der Mitgliederversammlung der AGDF in Lehrte-Sievershausen präsentierte der BSV einen Überblick über seine Arbeit. 
 

AGDF: Friedenssynode der EKD in Dresden soll Gewaltfreiheit stärken

(28.09.2019) Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat begrüßt, dass die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in diesem Jahr unter dem Thema „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ die Friedensbotschaft des Evangeliums und den Friedensauftrag der Kirchen neu bedenken und auf die politischen Herausforderungen der Zeit beziehen will. Dies beschloss die AGDF-Mitgliederversammlung zum Abschluss ihrer Tagung in Lehrte-Sievershausen.
 

AGDF: EKD-Synode soll Atomwaffen ächten

(28.09.2019) Die Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat in einer einstimmig verabschiedeten Resolution die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aufgefordert, bei ihrer Tagung im November in Dresden einen Beschluss zur Ächtung von Atomwaffen und gegen die nukleare Abschreckung als eine heute noch mögliche ethisch verantwortbare Sicherheitspolitik zu verabschieden. Außerdem soll die Synode die Bundesregierung auffordern, umgehend den UN-Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen.

 

Veranstaltungen
 

12. Tagung des Norddeutschen Netzwerkes Friedenspädagogik: Brücken und Brüche – Friedensbildung in unserer vielfältigen Gesellschaft

20.-22. Februar 2020 in Ferienland Salem - Am Hafen 1 in 17139 Salem

 

Symposium „Feministische Friedensarbeit: Reflexion. Organisation. Thema – ‚Gender‘ und ‚Intersektionalität‘ als Chancen der antimilitaristischen und pazifistischen Arbeit“

Am 1. Februar 2020 findet im Pavillon Hannover (Raschplatz, gleich hinter dem Hauptbahnhof) das Symposium „Feministische Friedensarbeit: Reflexion. Organisation. Thema – ‚Gender‘ und ‚Intersektionalität‘ als Chancen der antimilitaristischen und pazifistischen Arbeit“ statt.
Seit Jahren fordern Feminist*innen in der Friedensbewegung eine substantielle Arbeit der Friedensbewegung zu Geschlechterfragen im Verhältnis zu Militarismus, aber auch der eigenen Friedensarbeit.

 

Veröffentlichungen/Publikationen

 

Arbeitsstelle Frieden der Badischen Landeskirche startet die Aktion „Friedenstheologisches Lesebuch im Dialog“

Vom 2. Oktober (Gandhis 150. Geburtstag) bis zum 10. November 2019 (Beginn der EKD-Synode in Dresden) werden auf der über den nachfolgenden Link zu erreichenden Homepage Kommentare zu einzelnen Beiträgen des Friedenstheologischen Lesebuchs veröffentlicht: https://www.kirche-des-friedens.de/html/content/friedenstheologisches_lesebuch.html.

 

 

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Fax: +49 (0)231 533827-20
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Mit herzlichen Grüßen,
Max Weber

Referent der EAK

 

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