Aktuelles

Der Bund für Soziale Verteidigung schließt sich den Stimmen aus Friedensbewegung, Politik und Gesellschaft an, die dringend vor den Gefahren einer Eskalation zwischen Russland und der NATO warnen. Er verweist darauf, wie in der Vergangenheit vergleichbare Probleme konstruktiv gelöst wurden und welche nichtmilitärischen Instrumente es gibt, Sicherheit herzustellen.

In ihrer Pressemitteilung weist der BSV u.a. auf die Möglichkeiten der Prävention von Konflikt in den baltischen Staaten und auf Soziale Verteidigung als Alternative nicht-militärischer Verteidigung hin und machen den Vorschlag, das Problem der Krim durch einen Minsk III-Vertrag anzugehen, bei dem ein erneutes Referendum unter internationaler Aufsicht stattfindet.

Die Pressemitteilung finden sie unter: www.soziale-verteidigung.de

Aus Sicht der evangelischen Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) ist der inhaltliche Ansatz des neuen „Weißbuchs zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr“ überholt. „Die Erfahrungen zeigen, dass es illusorisch ist, mehr Sicherheit durch Aufrüstung und Militärinterinventionen erreichen zu wollen. Bereits die Analyse der Bundesregierung greift zu kurz: Als Bedrohungen werden ganz unterschiedliche Phänomene wie Terror, Cyberangriffe, hybride Kriegsführung, fragile Staaten, Aufrüstung, ‚die Bedrohung des freien Welthandels´, Klima oder Migration aufgezählt. Ursachen für eine Unsicherheit seien neue Techniken, Globalisierung und Digitalisierung als Treiber eines gewaltigen Umbruchs“, kritisiert Jan Gildemeister (Bonn). Völlig ausgeklammert würden hingegen im Weißbuch die weltweite wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkeit, die Konflikte befeuere und Menschen in die Migration treibe, der immense Ressourcenverbrauch der Industrie- und Schwellenländer, der den Klimawandel beschleunige, was ebenfalls Fluchtbewegungen verursache, der wachsende Waffenhandel auch in Krisenregionen, von dem deutsche Rüstungskonzerne profitieren würden, und die Gefahr, die von Atomwaffen und deren Modernisierung ausgehe, meint der AGDF-Geschäftsführer.

Zwar werde im Weißbuch auch die Notwendigkeit ziviler Maßnahmen genannt, aber letztlich gehe es um mehr Soldaten und mehr Geld für eine Aufrüstung der Bundeswehr, betont der evangelische Friedensverband. Dabei werde aber ausgeblendet, dass militärische Interventionen in den letzten Jahrzehnten nie zur Lösung von Konflikten beigetragen, sondern letztlich zu noch größerem Leid geführt hätten. Gildemeister: „Sie tragen nicht zu mehr Sicherheit in Deutschland bei, sondern befördern vielmehr den islamischen Terror.“

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie unter: friedensdienst.de.

Friedensbildung und Friedensethik, gewaltlose Konfliktbearbeitung und das Recht auf Kriegsdienstverweigerung, Friedenstheologie und Friedensspiritualität: Vierzig Fotos und Texte bringen die Vielfalt internationaler Friedensarbeit ins Bild und zur Sprache. Informativ und berührend erzählen sie von schweren Schicksalen, von Ängsten und Kämpfen, aber auch von Erfolgen und Freude. Und sie machen deutlich: Der Einsatz für Frieden und Kriegsdienstverweigerung ist hoch aktuell: in Deutschland, in Europa und weltweit.

Voranfragen richten Sie bitte per Mail an office [at] eak-online.de unter Angabe des Betreffs "Voranfrage Buch" oder telefonisch an 0228 24 999 26.

Der deutliche Anstieg deutscher Rüstungsexporte ist auf scharfe Kritik des Friedensbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, gestoßen. „Es ist in meinen Augen ein Skandal, dass Deutschland mit diesen Exporten dazu beiträgt, dass Konflikte in der Welt entstehen, fortgeführt oder verschärft werden“, betonte Brahms, der auch der Leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche ist. Der EKD-Friedensbeauftragte reagierte damit auf Medienberichte, wonach sich laut dem am kommenden Mittwoch vom Bundeskabinett zu verabschiedende Rüstungsexportbericht für 2015 im vergangenen Jahr die deutschen Rüstungsexporte gegenüber 2014 nahezu verdoppelt haben.

„Rüstungsexporte tragen zur Friedensgefährdung bei. Sie dürfen nicht ausgeweitet, sondern sie müssen drastisch reduziert werden“, machte Renke Brahms deutlich. Es reiche nicht aus, wenn die Bundesregierung in Erklärungen immer davon rede, Rüstungsexporte zu begrenzen, wenn am Ende die Ausfuhrgenehmigungen doch so stark steigen würden. „Hier müssen den Worten dann auch erkennbare Taten folgen“, so der EKD-Friedensbeauftragte.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie unter: www.evangelische-friedensarbeit.de.

65 Millionen Menschen befinden sich aktuell auf der Flucht. So viele wie noch nie. Der Zivile Friedensdienst arbeitet mit Fachkräften ziviler Konfliktbearbeitung daran, in betroffenen Regionen Gewalt zu verhindern und Frieden zu fördern. Die Erfahrungen und Beiträge des Zivilen Friedensdienstes wurden jetzt in dem Online-Dossier „Flucht. Gewalt vorbeugen, Zusammenleben fördern, Rückkehr erleichtern“ (www.flucht.ziviler-friedensdienst.org) veröffentlicht.

Zivile Konfliktbearbeitung beugt Gewalt vor, entschärft Konflikte auf dem Fluchtweg, fördert Frieden im Zusammenleben zwischen Geflüchteten und der Aufnahmegesellschaft und erleichtert Menschen die Rückkehr in die Heimat. Das zeigt das neue Dossier des Zivilen Friedensdienstes mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis: Im Südsudan werden Menschen gestärkt, die einer von Gewalt geprägten Gesellschaft unermüdlich friedliche Alternativen entgegen halten. In Mexiko setzen sich einheimische Initiativen gewaltfrei für die Rechte von Migrantinnen und Migranten auf ihrem Fluchtweg ein. Im Libanon bauen ZFD-Fachkräfte Spannungen zwischen syrischen Geflüchteten und der libanesischen Bevölkerung ab, und in Burundi verhandeln Friedenskomitees erfolgreich Landkonflikte, die bei der Rückkehr von Geflüchteten auftreten.

Mehr über die Arbeit des Zivilen Friedensdienstes unter: www.ziviler-friedensdienst.org

Angesichts der weltpolitischen Situation und der wachsenden Zahl von Konflikten und politischen Krisen hält die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) eine starke Friedensbewegung für unverzichtbar. „Die politische Situation verlangt, dass die Stimme der Gewaltfreiheit gestärkt wird“, ist AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister überzeugt. Dazu ist es in seinen Augen wichtig, dass die einzelnen Friedensgruppen und friedenspolitischen Kampagnen enger zusammenarbeiten und gemeinsame Strategien entwickeln.

„In Syrien, Irak, Libyen und vielen anderen Länder der Region läuft ein Krieg, in dem es im Wesentlichen um Macht- und Einflusszonen geht. Die Mittelmächte China, Indien, Brasilien und Russland suchen sich wirtschaftlich und machtpolitisch zu etablieren, die NATO-Staaten versuchen, ihren Macht- und Einflussbereich zu halten oder auszudehnen, die EU steckt in einer tiefen Krise und die Zahl der failed-States wächst“, beschreibt Jan Gildemeister die weltpolitische Situation. Dazu kämen eine steigende Zahl von Flüchtlingen und Migranten angesichts von Klimawandel, wirtschaftlicher Ungerechtigkeit und gewaltsam ausgetragenen Konflikten. „Die Entwicklung ist besorgniserregend“, mahnt der AGDF-Geschäftsführer.

Den vollständigen Text finden Sie unter: friedensdienst.de.

In der israelischen Tageszeitung „Yedioth Ahronot“ erschien am 24.Juni 2016 ein Artikel über die israelische Kriegsdienstverweigerin Tair Kaminer, verfasst von Sima Kadmon.

Den englischen Artikel können Sie nachlesen unter: zcomm.org.
Eine deutsche Übersetzung des Artikels finden sie unter: bibjetzt.wordpress.com.

Am 02.Juli fand zum wiederholten Mal das Fußballfest "Bunt ist cool" statt. Mit dem Motto „Gemeinsam für Respekt, Fairness und Menschenwürde - Gegen Rassismus, Diskriminierung und Antisemitismus“ zeigten 90 Mannschaften in zahlreichen Spielen ihre Überzeugung.

Auch der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm kickte in diesem Jahr mit.

Einen ausführlichen Artikel zum Fußballfest finden sie unter: www.ejb.de sowie einen Zeitungsartikel aus dem Sonntagsblatt unter: www.arbeitsstelle-kokon.de.

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Norddeutschlands veranstaltet vom 01. bis 02.Juli 2016 das 3. Forum „Kirche und Rechtsextremismus im Norden“.
Mehr Informationen unter: www.teo-kist.de

Kriegsdienstverweigerin Tair Kaminer zum 6.Mal in Haft; Kriegsdienstverweigerin Omri Baranes zum 3.Mal in Haft.

Die 19-jährige Tair Kaminer hatte am 10. Januar 2016 im Rekrutierungsbüro in Tel Hashomer ihre Kriegsdienstverweigerung erklärt: "Solange der gewaltvolle militärische Weg gegangen wird, schaffen wir eine Generation voller Hass. Wir müssen dies jetzt stoppen!" Tair Kaminer wurde inzwischen sechs Mal verurteilt, am 10. Januar zu 20 Tagen, am 2. Februar zu 25 Tagen, am 29. Februar zu 30 Tagen, am 27. März zu 20 Tagen, am 3. Mai zu 30 Tagen und am 19. Juni zu 45 Tagen Haft. Ihre Gesamtstrafe beläuft sich nunmehr auf 170 Tage.

Die 18-jährige Omri Baranes wurde am 16. Mai 2016 zum zweiten mal zu einer Haftstrafe von 30 Tagen verurteilt, nachdem ihr Antrag auf Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung abgelehnt worden ist. Sie hatte im April 2016 bereits eine 7-tägige und im Mai eine 30-tägige Haftstrafe verbüßt. In ihrer Erklärung schreibt sie: "In der Schule werden wir indoktriniert. Uns wird gesagt, dass das Militär entscheidend für unsere Existenz ist. Der größte Teil unserer Steuern wird dafür ausgegeben. Ich glaube, dass alle Menschen Verantwortung für die Sicherstellung humanitärer Werte tragen. Deshalb verweigere ich."

Connection e.V. fordert mit der War Resisters' International die sofortige Einstellung aller Verfahren gegen Tair Kaminer, Omri Baranes und andere KriegsdienstverweigerInnen.

Mehr Informationen und wie Sie die Kriegsdienstverweigerinnen unterstützen können unter: www.connection-ev.org.

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