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Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Bedeutung der Beratung von Kriegsdienstverweigerern betont. Anlass dazu war ein Festakt in Bonn zum 60-jährigen Bestehen der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK).

Verständnis für Soldaten in Gewissensnot gefordert
„Das Gewissen zu beraten und zu schärfen, gehört zu den elementaren friedensethischen Aufgaben der Kirche“, betonte Brahms unter Verweis auf die EKD-Friedensdenkschrift von 2007. Auch wenn die Zahl der Verweigerer derzeit gering sei, wäre es wichtig, dass Menschen, die von diesem Recht Gebrauch machen würden, eine professionelle Unterstützung erhielten. „Die Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung im soldatischen Dienst ist ein Prüfstein für eine Parlamentsarmee in einer Demokratie“, gab der EKD-Friedensbeauftragte zu bedenken.

Brahms kritisierte, dass viele Soldatinnen und Soldaten, die den Kriegsdienst verweigern, vor den Verwaltungsgerichten landen würden. Es sei eine neue Aufgabe der EAK, diese Prozesse zu beobachten und die Durchsetzbarkeit des Menschenrechts auf Kriegsdienstverweigerung zu dokumentieren. Doch auch die Streitkräfte sieht der EKD-Friedensbeauftragte gefordert. „Hier ist es wichtig, dass auch in der Bundeswehr Verständnis für die Situation von Soldatinnen und Soldaten in Gewissensnot besteht“, mahne Renke Brahms und betonte dabei die Rolle der Pfarrerinnen und Pfarrer in der evangelischen Militärseelsorge. „Ihnen kommt hier eine wichtige Aufgabe zu.“

Auf YouTube finden sie Videos vom diesjährigen Studientag der EAK im Juni 2016 und weiterer Veranstaltungen der EAK sowie der evangelischen Friedensarbeit.

Hier gelangen sie zum YouTube-Kanal.

Die Erinnerung an den deutschen Überfall auf die Sowjetunion vor 75 Jahren könnte ein Anlass sein, wieder das Gespräch mit Russland zu suchen und neues Vertrauen zwischen Deutschland und Russland aufzubauen. Dies betonte der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms. „Es darf nicht sein, dass eine nach dem Ende des Kalten Kriegs überwunden geglaubte Konfrontation in Europa wieder aufbricht“, warnte Brahms, der auch Leitender Geistlicher der Bremischen Evangelischen Kirche ist.

Brahms erinnerte dabei an die Millionen Opfer dieses Krieges auf beiden Seiten. „Wir dürfen nicht vergessen, wieviel unendliches und schreckliches Leid dieser von den Deutschen begonnene Krieg über die Menschen in der Sowjetunion gebracht hat. Dies ist eine bleibende Verantwortung, der wir uns immer bewusst sein müssen“, unterstrich der Theologe.

Mit Sorge beobachte er, wie sich derzeit die Beziehungen zwischen Russland und den NATO-Staaten verschlechtere, meinte der EKD-Friedensbeauftragte. Der Ukraine-Konflikt, die russische Annexion der Krim, die dauerhafte Präsenz neuer NATO-Truppen in Osteuropa, die Drohung Russlands mit dem Einsatz von Atomwaffen, die wachsende Zahl von Manövern auf beiden Seiten oder die Aussetzung von Gesprächen zwischen den NATO-Staaten und Russland seien beunruhigende Zeichen. „Hier sind Gespräche statt Konfrontation angesagt“, betonte Renke Brahms.

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, hat sich erneut nachdrücklich für einen Abzug der amerikanischen Nuklearwaffen aus Deutschland und eine weltweite atomare Abrüstung ausgesprochen. „Atomwaffen sind heute kein Mittel der Abschreckung mehr, das Ziel ist klar ein Global Zero, als die Abschaffung alles Atomwaffen“, so Brahms, der auch der Leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche ist.

Den vollständigen Artikel finden sie unter: www.evangelische-friedensarbeit.de.

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Bedeutung der Beratung von Kriegsdienstverweigerern nachdrücklich unterstrichen. „Das Gewissen zu beraten und zu schärfen, gehört zu den elementaren friedensethischen Aufgaben der Kirche“, betonte Brahms unter Verweis auf die EKD-Friedensdenkschrift von 2007 bei einer Pressekonferenz aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) in Bonn. Auch wenn die Zahl der Verweigerer derzeit gering sei, so sei es wichtig, dass Menschen, die von diesem Menschenrecht Gebrauch machen würden, eine professionelle Unterstützung erhielten. „Die Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung im soldatischen Dienst ist ein Prüfstein für eine Parlamentsarmee in einer Demokratie“, so der EKD-Friedensbeauftragte.

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) lädt im Rahmen der Feiern zu ihrem 60-jährigen Bestehen am Donnerstag, 9. Juni, um 20.15 Uhr zu einem ökumenischen Friedensgebet in der Krypta der evangelischen Kreuzkirche in Bonn ein.

Teilnehmen werden an diesem Friedensgebet Dr. Dorothee Hippe von der ökumenischen Basisgemeinde im Oscar-Romero-Haus in Bonn, Diakon Klaus-Jürgen Kauß, der langjährige Leiter des internationalen Diakonatszentrum, Oberkirchenrat i. R. und EAK-Bundesvorsitzender Dr. Christoph Münchow, Bruder Jürgen Neitzert ofm, der Koordinator für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der Franziskaner sowie Horst Scheffler, der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Die Leitung des Friedensgebetes liegt bei dem Friedensbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms.

Die EAK feiert am 9. und 10. Juni in Bonn ihr 60-jähriges Bestehen. Am Freitag gibt es dazu einen Studientag im Gangolfsaal des Münster-Carrés in Bonn zum Thema „60 Jahre Beratung von Kriegsdienstverweigerern. Gegenwärtige Herausforderungen für Soldatinnen und Soldaten, Kriegsflüchtlinge und die Friedensarbeit der Kirche“.

Das genaue Programm gibt es im Internet unter www.eak-online.de oder unter www.evangelische-friedensarbeit.de.

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen mit einem Festakt am 9. und 10. Juni in Bonn. Das Programm der beiden Tage finden Sie auf unserer Homepage unter: www.eak-online.de.

Zu diesen Veranstaltungen möchten wir Sie ganz herzlich einladen und würden uns auch über eine Berichterstattung sehr freuen.

Im Rahmen des Festaktes wird es am Freitag, 10. Juni, von 11.30 Uhr bis 12.15 Uhr im Münster-Carré eine Pressekonferenz geben, wo Sie die Gelegenheit haben, mit Vertretern der EAK und der evangelischen Friedensarbeit ins Gespräch zu kommen.

Ihre Gesprächspartner bei dieser Pressekonferenz sind:
• Dr. Christoph Münchow, Bundesvorsitzender der EAK
• Renke Brahms, Friedensbeauftragter des Rates der EKD
• Jasmin Schwarz, Referentin für Kriegsdienstverweigerung und Frieden der EAK

60 Jahre Beratung von Kriegsdienstverweigerern
- notwendig damals wie heute- 

Man könnte meinen, dass seit 2011, mit Aussetzung der Wehrpflicht, eine Beratung für Kriegsdienstverweigerer in Deutschland obsolet geworden sei. Ein weit verbreiteter Irrtum! Die Einberufung zur Wehrpflicht in Friedenszeiten ist ausgesetzt. Die Wehrpflicht selbst besteht weiterhin.
Wenn eine Armee sich verändert, immer häufiger auch Jugendliche rekrutiert, sich zur Einsatzarmee entwickelt und ihr Aufgabenfeld auch nach innen erweitert, bekommt die Beratung von Kriegsdienstverweigerern eine neue Qualität. Heute sind es vor allem aktive Soldaten und Soldatinnen, freiwillig Wehrdienstleistende, aber auch Reservisten, die in der angespannten politischen Lage ihr Recht auf Kriegsdienstverweigerung (KDV), den Schutz ihres Gewissens, in Anspruch nehmen.

Im Mai 1949 hat die BRD das Recht auf KDV in ihr Grundgesetz geschrieben. In vielen Ländern, z.B. der Ukraine, Eritrea oder Ägypten, existiert dieser Rechtsschutz nicht. Dort kann nicht verweigert werden. 
Den Gewissensschutz gibt es nicht. 
Oft sind die Kriegsdienstverweigerer von Inhaftierungen bedroht. Manche sind gezwungen ihr Land zu verlassen, um anderswo, auch in Deutschland, Hilfe durch einen Asylantrag zu suchen.

Für die evangelische Friedensarbeit in Deutschland ist die Gewissensfrage immer fester Bestandteil ihrer Arbeit. Bis heute ist dies in der KDV-Beratung zentral. Und zunehmend stellt sie sich in vermeintlich zivilen Lebensbereichen: Lege ich mein Geld bei einer Bank an, die in Rüstungsgeschäfte investiert? Für welche internationale Politik setze ich mich ein? Gibt es eine Politik der zivilen Konfliktbearbeitung, die ich unterstützen kann? Schreibe ich mich an einer Hochschule ein, die im Auftrag der Rüstungsindustrie forscht?

Das 60jährige Bestehen der EAK zeigt die Aktualität dieser Fragestellungen!
Welche Werte will ich als Einzelner, wollen wir als Gesellschaft, wir in der Kirche leben?
Diese Jubiläumsveranstaltung macht deutlich, dass Friedensengagement in Form von Friedensbildung und Friedensarbeit unverzichtbarer Bestandteile der EAK sind, um Alternativen zum Krieg ins Bewusstsein zu bringen.

Für die Konzeptionierung, die didaktische Planung, die Durchführung und Nachbereitung des DialogCafés der evangelischen Friedensarbeit auf der Weltausstellung 2017 in Wittenberg sucht der Verein für Friedensarbeit einen Referenten/in als Teamleiter/in.

Die Stelle ist befristet. Der Stellenumfang beträgt vom 15. September bis 14. März 50 Prozent und ab 15. März 2017 bis zum 30. September 2017 100 Prozent. Dienstort ist die Lutherstadt Wittenberg. 

Die Stellenausschreibung sowie weitere Informationen zur Evangelischen Friedensarbeit finden Sie unter: www.evangelische-friedensarbeit.de

Mit Unverständnis hat die evangelische „Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden“ (AGDF) auf die Ermittlungen der Münchener Staatsanwaltschaft gegen die Journalisten Daniel Harrich und Danuta Harrich-Zandberg sowie gegen Jürgen Grässlin von der „Aktion Aufschrei“ wegen der Veröffentlichung von Dokumenten, mit denen illegale Waffenlieferungen an Mexiko aufgedeckt wurden. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass Unterlagen, die unerlaubte Rüstungsexporte durch deutsche Unternehmen aufdecken und auch die Rolle von Bundeswirtschaftsministerium und Bundesausfuhramt fraglich erscheinen lassen, nun zu Ermittlungen führen“, kritisiert AGDF-Vorsitzender Horst Scheffler. Hier entstehe der Eindruck, dass kritische Journalisten, die für ihre Arbeit unter anderem mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurden, eingeschüchtert werden sollen, warnt der AGDF-Vorsitzende.

Die vollständige Pressemitteilungen finden sie unter: friedensdienst.de

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